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17.01.2003 - 

Analyse des Gulp-Portals

Dienste der Freiberufler werden seltener nachgefragt

MÜNCHEN (CW) - Das IT-Projekt-Portal Gulp hat die Lage der IT-Freiberufler im vergangenen Jahr untersucht. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Projektanfragen zurückgegangen. Zudem haben die Stundensätze gelitten.

Unter der Web-Adresse Gulp.de können Freiberufler ihre Dienste offerieren. Stehen Projekte an, fragen die Auftraggeber die passenden Experten direkt an. Des Weiteren besteht für Projektanbieter die Möglichkeit, Stellengesuche bei Gulp zu hinterlegen. Die Nutzung dieser Dienste haben die Gulp-Betreiber herangezogen, um sich ein Bild von der Lage der Branche zu zeichnen.

Demzufolge sind die Projektanfragen gegenüber dem Vorjahr um 36,6 Prozent gesunken. Damit einher geht der Trend der Freischaffenden, selbst aktiv Akquise zu betreiben. Von Oktober 2001 bis Oktober 2002 betrug der Zuwachs der Stellengesuche 56 Prozent. Gemessen wurde die Zahl der tatsächlich von den Teilnehmern geöffneten Projektofferten im Gulp-Portal. Gleichzeitig litten die Stundensätze. Das gezahlte und über alle Antworten gemittelte Honorar betrug 72,78 Euro pro Stunde. Im Vorjahr zahlten die Projektbetreiber noch durchschnittlich 77,35 Euro pro Stunde.

Der Prozentsatz der verfügbaren Freiberufler - vergleichbar mit der Arbeitslosenquote - belief sich laut Gulp im Gesamtjahr 2002 auf 9,7 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent). In den ersten zwei Januarwochen 2003 stieg der Wert auf 12,5 Prozent. In den ersten drei Quartalen 2002 verzeichneten aber auch 51 Prozent der Selbständigen eine Auslastung von mehr als 90 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen jedoch nur noch 25 Prozent mit einer ähnlich guten Beschäftigung.

Der Auswertung zufolge werden derzeit überdurchschnittlich viele Experten mit Solaris- und MVS- Wissen nachgefragt. Gute Chancen haben zudem Freiberufler mit SQL- und Cobol-Kenntnissen. Bezogen auf die Branchen, haben die Banken ihr Engagement stark reduziert. Vormals offerierten sie 20 bis 25 Prozent der Projekte. Heute sind es nur noch 14 Prozent. Damit hat sich eine Verschiebung zum Automotive-Bereich und dem Handel ergeben. (jha)