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21.08.1981 - 

Französische Datenverarbeitung auf neuen Wegen:

Dienstleister auf dem Vormarsch

PARIS (nw) - EDV-Dienstleistungs- und Beratungsgesellschaften haben sich in Frankreich in den vergangenen Jahren kräftig entwickelt. Dies hatte zur Folge, daß eine völlig neue Branche entstanden ist, deren Struktur eine französische Fachzeitschrift untersucht hat.

Danach erwirtschafteten laut VWD die 50 größten Unternehmen 1980 knapp 80 Prozent des geschätzten Gesamtumsatzes der Branche. Die durchschnittliche Wachstumsrate habe in den vergangenen fünf Jahren 21 Prozent betragen, 1980 dagegen 23 Prozent. Die zehn größten stellten 1980 rund 55 Prozent des Umsatzes; die Zahl der kleinen Unternehmen nehme indes zu.

Wie die Bundesstelle für Außenhandelsinformation (BfAI), Köln, berichtet, erreichten die erfaßten 50 Unternehmen 1980 einen Umsatz von 6,6 Milliarden französische Francs. Ungefähr die Hälfte dieses Umsatzes sei durch stundenweise Vermietung von Computern oder die Erledigung bestimmter Aufträge unter Einsatz von Computern, die den Dienstleistungsgesellschaften gehörten, durch die schlüsselfertige Errichtung ganzer Computeranlagen sowie durch den Verkauf gebrauchter Ausrüstungen erzielt worden. Im Bereich der Beratungstätigkeit, der technischen Hilfe, der Ausbildung von Personal und der Ausarbeitung von Programmen habe die Branche die andere Hälfte des Gesamtumsatzes realisiert. Der Durchschnittsumsatz pro beschäftigter Person betrug 1980 BFAI-Ausgaben zufolge 236 500 Francs.

Das größte zur Gruppe Compagnie Générale d'Electricité gehörende Unternehmen, GSI Alcatel, erzielte einen Umsatz von 770 Millionen Francs. GSI kauft sowohl Computer wie Programme, um dann Dienstleistungen nach Maß anzubieten. An zweiter Stelle steht mit 705 Millionen Francs Umsatz die Compagnie International de Service en Informatique (CISI).

Die Unternehmen, die vorwiegend im Bereich Beratung und Ausbildung tätig sind, arbeiten laut VWD mit verhältnismäßig kleinen Belegschaften. Die Gruppe Cap Gemini-Sogeti stehe in dieser Kategorie mit einem Umsatz von 537 Millionen Francs an der Spitze. An zweiter Stelle folge die auch in der Organisationsberatung tätige überwiegend staatliche Gruppe Sema mit einem Umsatz von 360 Millionen Francs in der Datenverarbeitung. Dann folgten die Gruppe SG2 (Umsatz: 270 Millionen Francs) und eine Tochtergesellschaft von Thompson (251 Millionen Francs). Ende 1980 Beschäftigten die 50 erfaßten Unternehmen der Branche insgesamt 28 000 Personen. Davon entfielen rund zwei Drittel auf die zehn größten Unternehmen.