iPhone & iPad

Diese iPad-Vorläufer floppten völlig

Hans-Christian Dirscherl ist Redakteur der PC-Welt.
Apple hat mit dem iPad einen neuen Formfaktor für mobile Geräte erfolgreich eingeführt. Den Tablet-PC gäbe es ohne Apple vermutlich bis heute nicht. Doch viele iPad-Vorgänger scheiterten kläglich. Wir zeigen in einer Bildergalerie die erfolglosen Tablet-PCs der letzten Jahrzehnte.
Diese iPad-Vorläufer floppten völlig
Diese iPad-Vorläufer floppten völlig
Foto: Farknot Architect - shutterstock.com

Nach wie vor ist das Apple iPad das Maß aller Dinge für den Tablet-Markt - hier geben wir eine Kaufberatung zu den aktuellen Modellen. Doch vor lauter Begeisterung für Apple iPad und diversen Android-Tablets vergisst man leicht, dass diese Geräte-Kategorie bereits seit Ende der 80er Jahre existiert, doch bis zum iPad nie zu einem Verkaufserfolg wurde.

Die Kollegen unserer US-Schwesterpublikation PC-World haben die seit 1989 gefloppten Tablet-PCs oder Tablet-PC-ähnlichen Mini-Rechner in einer Bildergalerie (siehe oben) zusammengestellt. Viel Spaß beim Stöbern. Alle Bilder stammen von der PC-World.

WeTab fehlt in unsere Galerie - war aber ein echter Schenkelklopfer

Das berühmt-berüchtigte WeTab befindet sich übrigens nicht in unserer Galerie. Weil das von der Berliner Firma Neofonie vorgestellte Tablet ja kein Vorgänger des iPads war, sondern es stattdessen nachahmte. Und zwar so sehr, dass es anfangs sogar als Wepad vermarktet wurde. Bis Neofonie im Mai 2010 plötzlich den Namen in WeTab änderte. Am völlig Scheitern des WeTabs änderte das jedoch nichts. Die erste Vorstellung des Wetabs missglückte völlig, weil auf dem angeblich mit Linux laufendem Tablet während der Pressekonferenz eine Windows-Fehlermeldung erschien. Danach verschob Neofonie immer wieder den Verkaufsstart.

Nachdem lange Zeit das damals sehr populäre Ubuntu Linux als Betriebsssystem für das Wetab propagiert wurde, kam dann plötzlich Meego als OS zum Einsatz. Meego war damals ein von Intel und Nokia gemeinsam entwickeltes mobiles Betriebssystem. Meego ist jedoch längst zu Grabe getragen.

Das WeTab hieß ursprünglich sogar Wepad. Hier mit "Oslo-Lena".
Das WeTab hieß ursprünglich sogar Wepad. Hier mit "Oslo-Lena".
Foto: Neofonie

Zudem betrieb Hersteller Neofonie eine äußerst dubiose Mundpropaganda für sein in Asien produziertes Tablet: Die Berliner stellten nämlich bei Amazon fingierte positive Bewertungen ein. Das musste der Geschäftsführer Helmut Hoffer von Ankershoffen schließlich einräumen. Unser Test zeigte dann, dass das Wetab dem iPad in keiner Weise das Wasser reichen konnte. Und Neofonie gab schließlich auf.

(PC-Welt)

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