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30.01.1981

Dieter Ballin antwortet Johannes J. Bock (s. CW Nr. 49 vom 5. 12. 1980, Seite 8):Struktogramm-Logik dem Endbenutzer fremd

30.01.1981

Wenn ich mich in das "saubere Denken" von Herrn Bock richtig eindenke, verstehe ich gar nicht, warum er über den "Bildungsexperten" (CW-Ausdruck) Ballin erschrickt. Eigentlich müßte sein Denken in "Folge, Auswahl, Wiederholung" - sicherlich das Neueste für jeden Datenverarbeiter- ihn davor bewahren, einige Sachverhalte völlig durcheinander zu bringen.

1. Die als "subjektiv" bezeichneten Struktogramme werden weder von mir noch von den von mir beratenen DV-Bildungsinstitutionen gelehrt. Mir ist unklar, wie Herr Bock zu dieser Annahmt kommt. Vielmehr handelte es sich wohl um einen Denkanstoß wobei ich mir bewußt bin, daß er gegen die strengen Struktogrammregeln verstößt (Gründe siehe Punkt 3).

2. Ich bin kein Beispiel für einen Programmierer, der die Struktogrammregeln mißversteht. Im Gegenteil, in den von mir konzipierten Bildungsplanen und den entwickelten Bildungsmitteln finden sich die von Herrn Bock dankenswerterweise so klar herausgestellten Darstellungstechniken. Vielleicht hat Herr Bock sich in seiner "sauberen" Denkweise abgewöhnt, zwischen dem Konjunktiv (Möglichkeitsform ) eines Zeitschriftenartikels und der Ist-Form eines Lehrbuches zu unterscheiden.

3. Nassi-Shneiderman-Diagramme in Ehren. Wenn ich programmiere, ziehe ich sie auch aus vielen Gründen den PAPs Vor; aber darum ging es ja gar nicht. Herr Junger hat wahrscheinlich ebenso wie ich in der Arbeit mit DV-Benutzern festgestellt, daß die Struktogramme auch zu Mißverständnissen Anlaß geben und wir haben versucht, uns einige Gedanken dazu zu machen. Für die Programmierung haben wir nicht, zumindest ich nicht, dem Herrn Bock unsere "subjektiven" Darstellungen empfohlen. Vielleicht habe ich mich für Herrn Bock zu unverständlich ausgedrückt. Deshalb soll des beiliegende Struktogramm vielleicht in seiner Denkweise die Zusammenhänge in formal korrekter Form darstellen.

Hat man für die Programmierung mit den Struktogrammen (der Handhabbarkeit zuliebe vielleicht mit Mehrfachauswahl und Schleifen mit Abbruchbedingungen) eine geeignete Darstellungstechnik gefunden, so kann man sie doch nicht bedenkenlos für Benutzer übernehmen. Wer ein offenes Ohr für Benutzerprobleme hat, der sieht deren Verständnisprobleme einer "unnatürlichen" Denkweise in Folge, Auswahl und Wiederholung. Wenn ein Benutzer der Fachabteilung so leicht Struktogramme verstünde, wären wir nicht mehr weit von der programmierenden Fachabteilung entfernt; denn dann wären Struktogrammvorübersetzer ein geeignetes Instrumentarium. Aber. . .

òDieter Ballin ist erreichbar unter der Anschrift Theresienstr. 46, 8000 München 2, Tel.: 089/

2800852