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17.02.1995

Digital-Aktie koennte fuer eine positive Ueberraschung sorgen

Von Arnd Wolpers*

Eine deutlich verbesserte Ertragsqualitaet und eine steigende Nachfrage nach den Produkten von Digital Equipment lassen den Turnaround moeglich erscheinen. Insbesondere die konjunkturelle Erholung der Schluesselmaerkte in Europa hat dem Hersteller geholfen, die Restrukturierung zu einem Erfolg zu machen. Dennoch: Die Aktiengesellschaft schreibt weiterhin Verluste. Analysten gehen jedoch davon aus, dass es dem Unternehmen gelingen koennte, 1995 per saldo in die schwarzen Zahlen kommen.

Das zweite Quartal des laufenden Geschaeftsjahres brachte einen Gewinn von fast 19 Millionen Dollar. Es war das erste Mal nach fuenf Vierteljahren, dass DEC profitabel arbeiten konnte. Der Gewinn von sieben Cent je Aktie lag ueber den Erwartungen der Analysten. Der Durchschnitt der Schaetzungen hatte sich auf einen Verlust von 28 Cents pro Anteilsschein belaufen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren noch Verluste von 72 Millionen Dollar angefallen.

Die erfolgreiche Durchfuehrung des Restrukturierungsprogrammes ist die Ursache fuer die Trendwende. Innerhalb eines Jahres wurden 25 Prozent der Belegschaft entlassen: 21900 von 87500 Angestellten mussten gehen. Weitere Personalreduktionen stehen bevor. Geplant ist, die Zahl der Beschaeftigten bis Mitte 1995 von heute 65000 auf 60000 zu reduzieren. Zur Erholung beigetragen hat auch der Verkauf des unprofitablen Disk-Drive-Zweiges. Andere Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschaeft gehoeren, wurden ebenfalls abgestossen.

Die US-Boerse reagierte auf die Veroeffentlichung der Zahlen mit Gewinnmitnahmen. Der Kurs bildete sich von 38 auf 32 Dollar zurueck. Selbst wenn die optimistischen Schaetzungen eintreffen, die fuer 1995/96 von einem Jahresgewinn von 2,5 Dollar je Aktie ausgehen, ist der Digital-Titel im Branchenvergleich auf dem heutigen Kursniveau teuer. Die Bandbreite der Prognosen der Analystengemeinde bewegt sich zwischen 1,75 und drei Dollar je Aktie. Auf der anderen Seite scheinen weitere positive Ueberraschungen vor dem Hintergrund der vollzogenen Strukturbereinigung moeglich. Eine leichte Steigerung der Kapazitaetsauslastung durch ein verbessertes Marktklima koennte bei dem Unternehmen, das gerade an der Gewinnschwelle steht, zu einem Ertragsschub fuehren. Solange die Rahmenbedingungen fuer die Wall Street positiv bleiben, kann an einem spekulativen DEC-Engagement festgehalten werden.

* Arnd Wolpers ist Geschaeftsfuehrer der Vermoegensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in Muenchen. Die hier veroeffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir fuer vertrauenswuerdig und zuverlaessig halten. Trotz sorgfaeltiger Quellenauswahl und -auswertung koennen wir fuer Vollstaendigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit uebernehmen, als grobe Fahrlaessigkeit oder Vorsatz Haftung begruenden. Jede darueber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Fuer Angaben Dritter uebernehmen wir kein Obligo. Aktienanlagen sind durch staerkere Kursschwankungen gekennzeichnet.