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13.11.1987 - 

Vorsichtsmaßnahmen für mögliche Rezession getroffen:

Digital-Boß Olsen zieht sich warm an

BOSTON (CWN) - Digital Equipment richtet sich auf eine Phase der Rezession ein. Dies verkündete Firmenboß Ken Olsen jetzt der vom Börsendebakel aufgeschreckten Branche auf der Hauptversammlung seines Unternehmens in Boston. Allerdings betonte Olsen den prophylaktischen Charakter der Aktion: Bisher gebe es keine Anzeichen für sinkende Nachfrage.

"Wir wollen gewappnet sein, wenn der Fall der Fälle eintritt und es eine Rezession gibt", beschwichtigte der Konzerngründer seine Aktionäre. Deshalb sei DEC jetzt zurückhaltender mit dem Einstellen neuen Personals und mit Investitionen, denn man müsse damit rechnen, daß der Abschwung die gesamte Industrie treffe. Die Kunden seien bereits vorsichtiger geworden, doch sie stellten die Kaufentscheidungen nicht zurück. Wenn der Auftragseingang im jetzigen Maß anhalte, müsse DEC sich sogar anstrengen, alle bestellten Orders zu erfüllen.

Die vorgesehenen Sparmaßnahmen, so Olsen, träfen nur Bereiche, die für die weitere Expansion des Konzerns nicht entscheidend seien. An dem Plan, eine clusterfähige Multiprozessor-VAX am oberen Ende des Sortiments einzuführen, halte man fest. Auch Operationen mit kosmetischem Zweck wie das Aufkaufen eigener Aktien - so hatte unter anderem die IBM reagiert - schloß Olsen aus; so etwas bringe erfahrungsgemäß den Kurs ohnehin kaum in die Höhe.

Eine Konsequenz hat der Wall-Street-Crash allerdings schon für Digital-Anleger: Der ursprünglich für einen Kurs von rund 200 Dollar geplante Aktiensplit fällt ins Wasser. Denn die DEC-Aktie wird derzeit recht preiswert gehandelt - für gut 130 Dollar. Und mit einem Gerücht machte der Konzernchef Schluß: Trotz des dafür günstigen Börsenkurses gebe es keine Überlegungen, die Apple Computer Inc., mit der DEC kooperiert, zu schlucken.