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07.10.1983

Digital Equipment hat, wie Dean Witter Reynolds schreibt, auf Sicht von 12 Monaten eine Produktstrategie vorgelegt, in deren Rahmen die VAX-Linie sowohl auf- als auch abwärts ausgebaut und in neuen Konfigurationen reorganisiert werden soll. Die Kosten fü

Digital Equipment hat, wie Dean Witter Reynolds schreibt, auf Sicht von 12 Monaten eine Produktstrategie vorgelegt, in deren Rahmen die VAX-Linie sowohl auf- als auch abwärts ausgebaut und in neuen Konfigurationen reorganisiert werden soll. Die Kosten für dieses Vorhaben sind nach Meinung des Brokers noch nicht zu überblicken. Angesichts der Erwartung, daß sich die kräftige zyklische Ertragserholung zum Ende des Geschäftsjahres 1984 und 1985 fortsetzen wird, rät der Broker zum Aufbau von Engagements in den Aktien dieses Unternehmens.

American Software und Hogan Systems stellt Bache Securities als seine Favoriten unter den Aktien von Software-Anbietern vor. American Software habe einen erstaunlich wachsenden Auftragseingang zu verzeichnen und beginne sich zudem Anwendungen für nichtindustrielle Bereiche zuzuwenden, da die fertigende Industrie noch immer unter den Nachwehen der Rezession leide. Der Broker hält diese Aktie für eine der preiswertesten im Softwarebereich. Hogan Systems macht nach Darstellung von Bache dem Mitbewerber Anacomp sehr zu schaffen. Drei traditionelle Kunden von Anacomp hätten unaufgefordert, wie der Broker ausdrücklich hervorhebt, bei Hogan vorgesprochen. Einer von ihnen habe einen Auftrag über mehrere integrierte Softwarepakete erteilt, ein anderer stünde kurz vor der Vergabe eines Auftrages. Bache schätzt den Gewinn von Hogan im laufenden Geschäftsjahr zum 31. März auf 1,10 bis 1,15 Dollar je Aktie. Die herrschende Meinung in Wall Street gehe dagegen bis jetzt nur von 0,85 bis 1,00 Dollar aus.

Die Aktien von Apple Computer hält Merrill Lynch unter mittel- bis langfristigen Gesichtspunkten jetzt nur noch für kaufenswert, nachdem sie zuvor vor allem langfristig orientierten Anlegern massiv zum Kauf empfohlen worden waren. Der Broker zeigt sich "überrascht" von der am 22. September verbreiteten Mitteilung des Unternehmens, daß der Reingewinn im vierten Quartal "scharf sinken" werde. Die Überraschung rührt vor allem daher, daß Merrill Lynchs Aktienanalytiker noch zwei Tage zuvor mit Apple Gespräche über die Geschäftsentwicklung geführt hatten und die Erklärung des Unternehmens unvorbereitet hinnehmen mußten. Der Broker geht unter den neuen Umständen davon aus, daß Sondereinflüsse wie zum Beispiel "Wertberichtigungen" auf Apple II zu der Ankündigung führten. Darüber hinaus sei mit Blick auf die Zukunft festzustellen, daß Apple IIe, die "Butter auf dem Brot" des Unternehmens, auf der Einzelhandelsebene an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen dürfte. Im neuen Geschäftsjahr hänge der Erfolg daher im wesentlichen Teil von der neuen Lisa-Produktfamilie ab, die bisher insoweit enttäuscht habe, als die gesteckten Absatzziele nicht erreicht worden seien.

California Microwave hält Shearson/American Express für eine unter langfristigen Aspekten attraktive Anlagemöglichkeit im Bereich der Telekommunikation. Die Aktie befindet sich auf der Empfehlungsliste des Brokers für Papiere von Unternehmen, die vor einem weit überdurchschnittlichen Wachstum (25 bis 30 Prozent jährlich) stehen. Positive Überraschungen könnten von Telecom Products kommen. Hiermit zielt Shearson in erster Linie auf die breite Palette von Datenübertragungseinrichtungen und Dienstleistungen von CMI-Labs, die Datenendgeräte von TXR, die zunehmende Geschäftstätigkeit im Bereich der Satellitenübertragungen und die damit verbundenen Entschlüsselungsvorrichtungen ab.

National Semiconductor wird seinen Gewinn nach Meinung von Dean Witter Reynolds im laufenden Geschäftsjahr zum 3 l. Mai 1984 gegenüber dem letzten Jahr von 1,35 auf schätzungsweise 2,20 Dollar je Aktie steigern. Der Broker begründet dies mit der massiven Expansion der gesamten Branche und steigenden Erlösspannen, aber auch mit der Rückorientierung auf das Computergeschäft und der Übernahme von Data Terminal Systems. Dean Witter hält es zwar für möglich, daß auch diese Aktie im Zuge der zu vermutenden allgemeinen Korrektur an der Börse unter Druck gerät, doch sei dann gegen Ende dieses Jahres eine neue kräftige Aufwärtsbewegung bis in Jahr 1984 hinein zu erwarten.