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23.04.1993 - 

Sparmassnahmen und Personalabbau schlagen an

Digital Equipment kann den Quartalsverlust eindaemmen

23.04.1993

In dem Ende Maerz abgeschlossenen Quartal fiel ein Fehlbetrag von 30,1 Millionen Dollar an. Nach dem Verlust von 311,3 Millionen Dollar im dritten Abschnitt des Vorjahres bedeutet dies eine Reduzierung um rund 90,3 Prozent.

An Einnahmen verbuchte DEC gut 3,5 (Vorjahresperiode: 3,3) Milliarden Dollar und steigerte sich damit um etwa sechs Prozent. Allerdings raeumten die DEC- Verantwortlichen ein, dass die Einnahmen ohne die guenstigen Wechselkursbedingungen nicht so hoch ausgefallen waeren.

Laut William Steul, Vice-President und Chief Financial Officer, war im Berichtsquartal vor allem der Produktumsatz schwach. Dafuer sei das Servicegeschaeft um zwoelf Prozent gewachsen. Auf dem Wege der Erholung praesentiert sich Digital Equipment auch in den ersten neun Monaten des laufenden Geschaeftsjahres. Gegenueber dem Minusbetrag von 940 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum konnte DEC die

roten Zahlen um knapp zwei Drittel auf jetzt 364 Millionen Dollar senken. Der Umsatz stieg um rund vier Prozent von zehn auf 10,5 Milliarden Dollar.

Amerikanische Analysten zeigten sich im dritten Quartal vor allem von DECs Bemuehungen angetan, die Kosten drastisch abzubauen und das Management zu straffen. So sparte der Minimaker in den vergangenen drei Monaten nach eigenen Angaben im Verwaltungsbereich rund acht Prozent ein, waehrend die Aufwendungen fuer Forschung und Entwicklung um gut 19 Prozent zurueckgingen. Die Mitarbeiterzahl sank um 4000 auf nunmehr 98 100 Beschaeftigte. Konstatiert Steven Milunovich, Analyst bei Morgan Stanley: "Digital ist nicht laenger eine funktionsgestoerte Familie mit konkurrierenden Produktgruppen und aufruehrerischen Topmanagern."

DEC-Chef Robert Palmer wiederum sieht sich auf dem besten Wege zurueck in die Rentabilitaetszone - ohne freilich einen Zeitpunkt nennen zu wollen. Alle Hoffnungen ruhen auf dem Alpha-Chip. Im Mai will der Computerriese aus Maynard eine neue PC-Familie mit dem RISC-Prozessor ankuendigen. "Im naechsten Jahr", so erwartet Palmer, "wird Alpha bereits eine wichtige Quelle unseres Umsatzes sein."