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28.06.1991 - 

Zwei Werke werden zusammengelegt

Digital Equipment konzentriert Fertigungsaktivitäten in Irland

LONDON (CW) - Zum Verkauf steht die LAN-Fabrik der Digital Equipment (DEC) Corp., Maynard, im irischen Clonmel. Dort wurden bislang Kommunikationssysteme entwickelt und gefertigt.

Geplant ist, die Aktivitäten von Clonmel nach Galway, der zweiten DEC-Fabrik in Irland, zu verlagern. Dort produzierte der amerikanische Computerriese bisher ausschließlich Midrange- und High-end-Systeme. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit den Bemühungen der Olsen-Company, die Fertigungsaktivitäten weltweit zu konzentrieren, wie dazu von der Digital Equipment GmbH in München verlautete. In Zeiten, da alle großen Hersteller bemüht seien, Produktionskapazitäten abzubauen, mache es für DEC keinen Sinn, in einem Land zwei Fabriken zu unterhalten. Außerdem habe man festgestellt, daß das Werk in Galway nicht hundertprozentig ausgelastet sei.

Betroffen von der Maßnahme in Clonmel - DEC will das Werk innerhalb der nächsten zwölf Monate räumen - sind rund 295 Mitarbeiter. Unternehmenssprecher erklärten dazu, rund ein Drittel der Belegschaft werde mit nach Galway gehen, obwohl dies einige 100 Kilometer entfernt ist. Ein weiterer Teil werde hoffentlich ein Freistellungsprogramm akzeptieren.

Dem Irish Industrial Development Authoritiy (IDA) in Dublin, die alle ausländischen Aktivitäten in Irland mitbestimmen und fördern, hat der US-Hersteller versprochen, bei der Suche nach einem Käufer für das Werk mitzuhelfen.

Interesse soll bereits ein japanisches Unternehmen angemeldet haben. Daß Irland als attraktiver DV-Fertigungsstandort an Wert verliert, zumal auch Prime unlängst eine Fabrik in Dublin aufgeben und ein ehemaliges Nixdorf-Werk in Bray geschlossen wurde, glauben die IDA-Verantwortlichen nicht. Es handele sich hierbei um ein generelles Problem der Hardware-Hersteller.

Außerdem seien sowohl für die Prime- als auch für die Nixdorf-Fabrik bereits Käufer gefunden worden.