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23.01.1987 - 

Gutes Halbjahresergebnis von DEC treibt Kurs in ungeahnte Höhen:

Digital löst IBM als Börsenfavorit ab

MAYNARD/NEW YORK (ujf) - Völlig unbelastet vom "Slump", der Branchenflaute der DV-Industrie, meldete Digital Equipment Mitte Januar Rekordzuwächse bei Umsatz und Gewinn. Daraufhin stieg der Börsenkurs der DEC-Aktie um über 20 Dollar in einer Woche; Big Blues

Anteile hingegen verloren zunächst an Wert, da es über die IBM keine guten Nachrichten gab.

Mit einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast verdoppelten Gewinn schloß DEC am 27. Dezember das zweite Viertel 1986/87 ab - 270 (1985: 136) Millionen Dollar weist der Quartalsbericht als Profit aus. Der Umsatz stieg hingegen "nur" um 22 Prozent auf 2,27 Milliarden Dollar. So konnten die Börsianer an der Wall Street eine kräftige Erhöhung der Umsatzrendite diagnostizieren: Mit 11,9 Prozent netto (Brutto-Betriebsgewinn: 18,7 Prozent) gehört DEC hier zur absoluten Spitzengruppe unter denjenigen DV-Unternehmen, die noch Geld verdienen. Am wichtigsten für das Prestige von DEC-Chef Ken Olsen ist aber, daß sein Unternehmen 1986 profitabler gearbeitet hat als die IBM.

Infolge der positiven Quartals- und Halbjahresergebnisse verzeichnete die New York Stock Exchange eine rege Nachfrage nach DEC-Aktien obwohl diese nach der Kurs/Gewinn-Relation bereits recht teuer waren. Die Digital-Anteile kletterten binnen einer Woche - zwischen dem 9. und 16. Januar - von 113,75 auf 137 Dollar und hängten dabei die bisher als Leittitel unter den "Blue Chips" bekannten IBM-Papiere ab. Die Armonk-Aktien büßten 2,25 Dollar ein und rutschten auf 120 Dollar. Anfang dieser Woche zogen an der hausierenden Börse beide Werte merklich an.

Die Quartalsergebnisse aus der Konzernzentrale des Marktführers lassen übrigens noch ein wenig auf sich warten, weil bei IBM am 31. Dezember auch das Geschäftsjahr endete. Analysten zweifeln jedoch nicht daran, daß die 9370-Ankündigung nur wenig dazu beitragen konnte, die nach unten geneigte Gewinnkurve wieder hochzuknicken.