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22.08.1997 - 

Großes Display, wenig Gewicht:

Digital setzt mit Ultra 2000 Maßstäbe bei Notebooks

Am 18. August konnte DEC endlich das Notebook vorstellen, das an die Erfolge der "Ultra-II"-Serie anknüpfen soll. Das Ultra 2000 war schon für die diesjährige CeBIT geplant, jedoch gab es wegen des großen Displays Verzögerungen bei der CE-Zertifizierung. Mit einer Diagonale von 14,1 Zoll bietet das TFT-Active-Matrix-Display (mit XGA-Auflösung) mehr Darstellungsfläche als ein herkömmlicher 15-Zoll-Monitor.

Das nur 36 Millimeter dicke und drei Kilogramm leichte Gerät arbeitet mit Intels 166-Megahertz-CPU mit MMX-Erweiterung, 32 MB EDO-RAM (auf 144 MB erweiterbar), PCI-Bus, 16-Bit-Audioausstattung, Grafikbeschleuniger mit 2 MB Video-RAM und Schnittstelle für Zoomed Video, über die Videosignale ohne Beanspruchung der CPU weiterverarbeitet werden. Eingebaut ist ein Modem mit 56 Kbit/s, Schnittstellen für Cardbus und schnelle Infrarot-Übertragung. Die Festplatte von Hitachi faßt 3,2 GB, das CD-ROM-Laufwerk arbeitet mit 20facher Standardgeschwindigkeit. Die Batterie soll für vier Stunden reichen. An Optionen bietet DEC unter anderem neben dem Port-Replikator, der am Schreibtisch steht, ein Multimedia-Dock für unterwegs an.

Beim Betriebssystem hat der Kunde die Wahl zwischen Windows 95 und NT Workstation 4.0. Rund zehn bis 15 Prozent der Notebook-Kunden von Digital entscheiden sich schon jetzt für die NT-Variante. Die DEC-Entwickler haben dem Microsoft-Betriebssystem einige Funktionen verpaßt, die es für Mobilgeräte tauglich machen. So unterstützt es beispielsweise die in Hard- und Firmware eingebauten Stromsparmechanismen.

John Ronald, in Europa verantwortlich für die Einführung des Produkts, will das Ultra 2000 insbesondere an Manager verkaufen, die das Gerät für unterwegs und am heimischen Schreibtisch nutzen sollen. "Der Kauf eines Notebooks ist eine emotionale Angelegenheit", glaubt Ronald und setzt darauf, daß das Ultra 2000 auch optisch gefällt.

Zudem sei es kostengünstiger, nur einen PC statt einen Desktop plus ein Notebook zu unterhalten. Die Tragbaren hätten technische Fortschritte gemacht, den Ruf des Spielzeugs längst überwunden und würden den Standgeräten in puncto Leistungsfähigkeit Paroli bieten. Bei einem Preis von rund 12000 Mark soll das Ultra 2000 ebenso erfolgreich werden wie das Ultra-II, von dem allein in Europa 40000 Stück abgesetzt wurden. Verkauft wird in Deutschland über die eigene DEC-Verkaufsmannschaft, abgewickelt immer über einen der 30 direkten oder 60 indirekten Partner. Digital läßt das Notebook bei dem koreanischen Hersteller Goldstar fertigen, der auch das Display produziert.