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08.09.1995

Digital und Motorola folgen Compaq, IBM und HP PC-Hersteller locken private Anwender mit Preissenkungen

MUENCHEN (CW) - Wie jedes Jahr zum Herbst hin purzeln auch dieses Mal wieder die PC-Preise. Eine IDC-Studie belegt, dass damit auch neue Kaeuferschichten anzulocken sind.

Die Marktforscher der IDC untersuchten das Potential des Consumermarkts in Westeuropa. Nach der jetzt veroeffentlichten Studie "Home Computing in Western Europe - A User Perspective" besitzt rund ein Viertel der privaten Haushalte in Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und den Beneluxstaaten bereits einen PC, neun Prozent wollen noch dieses Jahr einen solchen anschaffen.

Als Grund fuer das noch immer zoegerliche Kaufverhalten machten die Analysten nicht etwa die Angst vor Benutzungsproblemen aus, sondern die zu hohen Preise. Privatpersonen, die noch 1995 PC- Besitzer werden wollen, planen dafuer Ausgaben zwischen 1250 und 2500 Dollar ein. Genau diese Kaeuferschicht umwerben die PC- Hersteller - immerhin gingen 36 Prozent aller im vergangenen Jahr verkauften Rechner an Heimanwender.

Den Startschuss zur Preisschlacht am PC-Buffet gab vor rund zwei Wochen wieder einmal Eckhard Pfeiffers Compaq Computer. Mit Abschlaegen von bis zu 27 Prozent wolle man, so der CEO, die Fuehrungsposition ausbauen und neue Marktanteile hinzugewinnen.

Die Konkurrenz mochte dem Treiben nicht tatenlos zusehen und reagierte entsprechend: IBM verkuendete am Tag nach Pfeiffers Ankuendigung, Hewlett-Packard zwei Tage danach, ebenfalls Preisreduzierungen fuer PCs. Bei HP ergeben sich bei Rechnern Verbilligungen bis zu 15 Prozent, Festplatten fuer Server-Systeme werden bis zu 17 Prozent guenstiger.

Bei Digital Equipment betrifft die Preissenkung im Desktop-Bereich insbesondere die Einsteigergeraete der Venturis-Linie, die zwischen sechs und 16 Prozent guenstiger werden. Rund 500 Mark spart, wer sich einen Venturis-PC mit Pentium (90 Megahertz), 8 MB RAM, PCI- Bus und 420 MB Festplatte anschafft, der nur mehr 3620 Mark gegenueber 4140 Mark kosten soll.

RISC-PCs mit den Power-PC-Chips 603e und 604 sind von Motorola billiger zu bekommen. Zwischen zehn und 30 Prozent betraegt der Preisabschlag auf Desktops, Minitower-PCs und Workstations. Ein Desktop-Modell aus der Power-Stack-Serie kostet nun rund 4200 Mark und enthaelt den Power-PC 603e mit einer Taktrate von 100 Megahertz, 16 MB RAM, 545 MB SCSI-Festplatte, PCI-Bus, 64-Bit- Grafikkarte mit 2 MB DRAM, Video-RAM, Floppy, Maus und Tastatur.

Ein aehnlich ausgestatteter PC im Minitower, aber mit dem Power-PC- Prozessor 604 (133 Megahertz), 32 MB Hauptspeicher, doppelt so grossem Level-2-Cache und Festplatte mit 1 GB wird fuer rund 8300 Mark zu haben sein. Die entsprechende Workstation, ebenfalls im Minitower, hat nach Herstellerangaben mit 30 Prozent die groesste Verbilligung erfahren und ist nun fuer zirka 20500 Mark erhaeltlich.