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27.07.1990 - 

DEC glänzt mit Kommunikations-Produkten

Digital wirft seine Netze in Richtung Mitbewerber aus

BOSTON (gfh) - Von Digital-Rechnern aus sollen künftig nicht nur eigene, sondern auch Netzarchitekturen von Fremdherstellern gemanagt werden. Zu diesem Zweck stellte der Midrange-Spezialist auf seiner Bostoner Hausmesse DEC-World den "Decmcc-Director vor". Außerdem ist das Unternehmen mit einigen ersten Produkten in den Glasfaser-Markt eingestiegen.

Längst liegen die Stärken von DEClaut Win Hindle, Senior Vice-President Operations, in der Interoperabiltät zwischen verschiedenen Rechnern, der Verteilung von Daten und Anwendungen und im Netzwerk-Betrieb. "Nun übertragen wir dieses Konzept auf die Produkte anderer Hersteller."

Eine Schlüsselrolle für die offene Kommunikation von PCs und Apple-Macintosh-Rechnern über Midrange-Systeme zu den IBM-Mainframes nimmt dabei DECs Enterprise Management Architecture (EMA) ein. Dieses am OSI-Modell orientierte Regelwerk beschreibt die Verteilung von Daten in Netzwerken sowie die Zusammenarbeit zwischen dem Netz-Management-System und den zu verwaltenden Einheiten.

Als Kernstück des Konzepts gilt der VAX-basierte Netzwerk-Manager "Decmcc-Director", den Digital anläßlich der Dec-World-Messe in Boston vorgestellt hat. Nach Unternehmensangaben handelt es sich dabei um eine Software, mit der sämtliche Netzarchitekturen überwacht werden können, die entweder das Simple Network Management Protokol (SNMP) oder auch das weitverbreitete TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) unterstützen. Unter Ultrix soll es ein entsprechendes - wenn auch noch nicht OSI-konformes - Produkt geben.

Mit Decmcc, das zum Lieferumfang der Netzsoftware Decnet/OSI gehört, ist die Voraussetzung dafür geschaffen, nicht nur hauseigene, sondern auch Netze von Drittherstellern zu verwalten, sofern diese diesselben Protokolle unterstützen. Allerdings seien dafür, so räumt der für das Produkt verantwortliche Marketing-Manager Antony Viola ein, "einige kleinere Änderungen" in der OSI-Implementierung von Decmcc nötig.

Dieses Manko hat jedoch nicht verhindert, daß sich in Boston eine Reihe von Unternehmen zu Decmcc bekannt haben. So will Microsoft gemeinsam mit DEC und der Interconnections Inc. seinen LAN Manager ,Version 2.0, unter die Obhut des Netzwerk-Produkts stellen. Während ein Datum für die Fertigstellung des LAN-Zugriffsmoduls nicht genannt wurde, versprach Digital die Auslieferung von Decmcc selbst für das erste Quartal nächsten Jahres.

Durch die Einbindung von Nicht-Digital-Rechnern und Netzen öffnet sich dem Unternehmen laut Bruno D'Avanzo, Sales Manager Europe, eine Tür zu den Kunden der Konkurrenz. Außerdem liege genau hier - wie bei systemnaher Software - die wichtigste Möglichkeit, sich zu profilieren.

Aus diesen Gründen ist DEC nun auch in die Glasfasertechnologie (FDDI) eingestiegen. Das Unternehmen führte in Boston ein kühlschrankgroßes Gerät mit den ersten FDDI-Produkten vor. Dazu gehört der "Decconcentrator 500", über den sich bis zu zwölf Glasfaserstationen an ein entsprechendes Backbone anschließen lassen. Daran wiederum lassen sich per "DEC-Bridge 500" Ethernet-Segmente anbinden.

Für die direkte Rechnervernetzung wurde der "FDDI-Controller 700" vorgestellt. Damit lassen sich Rechner des Typs Decstation 5000 Modell 200 via Turbochannel an das Glasfasernetz hängen. Abgerundet wird Digitals Glasfaserkonzept durch "Decelms", eine kombinierte Management-Software.