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02.07.1999 - 

Studienführer erschienen

Digitale Orientierungshilfe durch Angebote von 140 Hochschulen

BONN (CW) - Einen Studienführer für sechs Fächer, darunter Informatik, haben die Zeitschriften "Stern", "Start" und das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) herausgebracht. Nach einem Acht-Punkte-Kriterienkatalog beurteilten Professoren und Studenten Deutschlands Hochschulen.

An der Fachhochschule Furtwangen dürften dieser Tage die Sektkorken geknallt haben. Denn jetzt haben es die Schwarzwälder schwarz auf weiß: Nicht nur ihre Rechner, sondern auch ihre Informatikstudenten sind schnell. In nur 8,5 Semestern schaffen sie das Studium - und sind damit in deutschen Landen "die Gipfelstürmer.

Damit nicht genug: Auch Professoren anderer Hochschulen würden ihre Kinder - sofern sie denn der Informatik zugeneigt sind - an der höchstgelegenen Hochschule in dieser Republik studieren lassen. Der einzige Wermutstropfen: Die Studierenden selber vergeben nur eine mittelmäßige Note (2,9) für das Lehrangebot und den Kontakt mit den Lehrenden (2,2).

Das zumindest will das Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung, eine Einrichtung der Bertelsmann-Stiftung, gemeinsam mit den Zeitschriften "Stern" und "Start" herausgefunden haben. Mitte Juni präsentierten die Kooperationspartner im Bonner Wissenschaftszentrum einen Studienführer, der neben der Informatik auch die Studienbereiche Mathematik, Physik, Wirtschaft, Chemie und Jura unter die Lupe nimmt.

Grundlage für das Gesamt-Ranking: Eine Umfrage an 566 Fachbereichen von 62 Universitäten und 78 Fachhochschulen. Befragt wurden rund 20000 Studierende und 4000 Professoren. Zu den acht Bewertungskriterien, die abgefragt wurden, zählen unter anderem Zufriedenheit der Studierenden, Beurteilung des Lehrangebotes durch die Studierenden, Höhe der Drittmittel sowie die Betreuung bei Prüfungen.

"Wir wollen mit dem Studienführer mehr Transparenz auf dem Markt der Studienangebote schaffen. Und wir wollen Stu- dienanfänger zu informierten Kindern machen, die wissen wollen, wo die Stärken und Schwächen der jeweiligen Hochschule liegen, um sich dann gezielt für das Angebot entscheiden zu können, das am besten zu ihren Wünschen, Talenten und Erwartungen paßt", beschreibt Stern-Chefredakteur Michael Maier das Ziel des Rankings.

Und genau da liegt das Haar in der Suppe: Die angehenden Studiosi werden ganz und gar ihren subjektiven Maßstäben überlassen - so wie bisher auch schon. Wer etwa das Urteil von Professoren zum Nonplusultra erhebt, der bewirbt sich an den Universitäten in Saarbrücken und Trier, die laut Hochschullehrervotum jeweils die Note Eins verdient haben. Wer indes mehr dem Gespür seiner Altersgenossen vertraut, der würde die TU Ilmenau oder die TU Magdeburg bevorzugen.

Schwieriger wird es, wenn sich die Hilfesuchenden an den vorgegebenen Kriterien orientieren wollen: So sind die Studierenden laut Ranking "am zufriedensten" an der FH Heidelberg. Die wird aber in der Liste der Fachhochschulen, "wo man am schnellsten studiert", erst gar nicht aufgeführt. Ebenfalls fällt sie aus der Kategorie "wo die Betreuung am besten ist". Und auch beim internationalen Studentenaustausch nimmt sie nur einen mittleren Platz ein. Dafür wiederum sind die Informatikstudenten aus Furtwangen zwar die schnellsten, aber eben auch recht unzufrieden.

Suchmaschine hilft bei der Hochschulauswahl

Auszüge des Hochschul-Rankings sind im Internet abrufbar unter http://www.stern.de. Zusätzlich zur Untersuchung erhält der Leser eine CD-ROM. Mit Hilfe einer Suchmaschine kann der Nutzer per Mausklick Kombinationen von Fach, Hochschulart und Studienort eingeben. Zusätzlich enthält die CD-ROM Beschreibungen der einzelnen Fachrichtungen und Städteprofile der 115 Hochschulstandorte mit Links zu den einzelnen Hochschulen sowie Internet-Adressen von Forschungsinstituten, Verbänden und Fachorganisationen. Die vorgelegte Studie beruht auf Vorarbeiten der Hochschulrektoren-Konferenz (HRK). Diese hatte in den Jahren 1993 bis 1996 drei Berichte aus einem Pilotprojekt "Profilbildung der Hochschulen" erarbeitet. Ziel war es, Leistungsprofile auf der Ebene einzelner Fächer transparent zu machen.