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CW-Wert

Digitale Viren

19.04.2005

Man regt sich ja in der Öffentlichkeit gerne mal über die Medien auf. Wir wollen uns da gar nicht ausnehmen. Unsere Berichterstattung etwa zu den Hacker-Aktionen ist zugegebenermaßen völlig einseitig und gipfelt immer wieder nur in dem Vorwurf an die betroffenen Unternehmen, unfähig zu sein, sichere IT-Systeme zu entwickeln.

Dabei könnte man auch eine ganz andere Sicht auf die Dinge haben, wie uns der britische Performance-Aktionist Marc McGowan beweist. Der zerkratzte in Glasgow und London 47 Autos, ließ sich dabei fotografieren und will diese Bildnisse manischen Ausdruckswütens in einer Galerie ausstellen.

Unsere Redaktion hat in ihrer Berichterstattung solch eine Deutung der Welt fatalerweise nie in Betracht gezogen. Dabei liegt es doch förmlich auf der Hand: Das sind keine Kriminellen, die da Kreditkartendaten, brisante medizinische Informationen etc. abziehen. Nein, wir haben es hier mit polyglotten, virtuell agierenden Cyber-Maestros zu tun, die mit ihrem Oeuvre aufmerksam machen wollen auf den Zustand der Welt. Ecce Mundus! Welch ein irdisches Jammertal mit all seinen digitalen Gefährdungen! Anstatt Datenhacks als künstlerisches Fanal einer kleinen Elite zu erkennen, hecheln wir Journalisten der Avantgarde mal wieder hinterher.