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23.01.1987 - 

ITT Austria sieht Eigentümerwechsel gelassen entgegen, aber:

Digitaltechnik bremst Umsatzentwicklung

WIEN (apa) - Keinen großen Umsatzanstieg erwartet die ITT Austria für das laufende Geschäftsjahr 1987. Die Steigerung soll sich wie im Vorjahr auf fünf bis sechs Prozent belaufen. 1985 konnte das Unternehmen immerhin noch ein Umsatzplus von 14,1 Prozent erzielen.

Den Hauptgrund für das gebremste Wachstum sieht der Generaldirektor von ITT Austria, Guido Klestil, in den Umsatzeinbußen bei der österreichischen Post. Die Umstellung auf die neue Digitaltechnik senke den Investitionsaufwand. Wettgemacht werden soll dies durch erhöhte Exportanstrengungen sowie im privaten Telefongeschäft.

So rechnet Klestil auch in diesem Jahr wieder mit einem kräftigen Exportanstieg von 20 Prozent. 1986 konnte das Unternehmen beim Exportumsatz ein Plus von 17 Prozent auf 385 Millionen Schilling erreichen. Wachsen soll auch das Engagement in Forschung und Entwicklung. Klestil erwartet für 1987 in diesem Bereich einen Umsatzanteil von zwölf Prozent. Dies ist das bislang größte Forschungsbudget der österreichischen Tochter nach elf Prozent im Vorjahr und 10,2 Prozent 1985. Allerdings werde dieser höhere Aufwand sowie die steigenden Kosten für die Markterschließung 1987 zu einem Rückgang der Rentabilität führen.

Keine Probleme werden sich laut Klestil durch den Eigentümerwechsel ergeben. Die im internationalen Vergleich eher kleine Österreich-Tochter der mehrheitlich französischen Alcatel-Gruppe habe dank ihrer Eigenentwicklung eine "starke Position". ITT Austria, so der Generaldirektor, werde als homogenes Unternehmen weiter bestehen bleiben, auch wenn sich im Laufe des Jahres der Firmenname ändere. Er werde wahrscheinlich "Alcatel Austria AG" lauten.

Stützen kann sich die ITT Austria in der neuen Organisation vor allem auf ihre stark dotierte Forschung. Immerhin, so Klestil, habe sie dem Unternehmen schon innerhalb der ITT-Gruppe mit dem digitalen Bürokommunikationssystem BCS 5200 "ein starkes Bein gesichert". Der ITT-Austria-Generaldirektor wörtlich: "Wir haben für die nächsten zwei Jahre ein präzises Entwicklungsprogramm ausgearbeitet. Der Produktbereich Bürokommunikation ist von der österreichischen Entwicklung abhängig."