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13.07.1979 - 

Wird Watson US-Botschafter?

Diplomat a la IBM

WASHINGTON/USA (CW} - Der Vorsitzende des Exekutivkomitees der IBM, Thomas J. Watson, soll von der amerikanischen Regierung zum Botschafter in Moskau nominiert werden. Er wäre damit der achte IBM-Manager, der in den gehobenen diplomatischen Dienst gerufen würde.

Wer in den Vereinigten Staaten höchst politische Ziele anstrebe, findet den Einstieg am besten bei der IBM. Dieser Schluß drängt sich dem Beobachter der politischen Szene auf, sobald er nach dem "Woher" der Politiker forscht.

Thomas Watson, im Gremium der IBM Direktor, war zur Unterzeichnung der

SALT lI-Verträge nach Wien geladen worden, in seiner Eigenschaft als Leiter des Beratungskomitees in Abrüstungsfragen. Zur selben Zeit kam die Mitteilung über die bevorstehende Ernennung Watsons zum Botschafter der USA in Moskau heraus. Seit vielen Jahren hatten die Vereinigten Staaten keinen Berufsdiplomaten mehr m dieser Position, und so glauben Experten in der Nominierung eines Managers eine Vertiefung der Handelsbeziehungen sehen zu müssen. Watson, der vor einem Jahrzehnt gegen die Eröffnung einer IBM-Niederlassung in der Sowjetunion plädiert hat, käme in eine etwas groteske Lage.

Mit ihm zusammen waren zwei ehemalige IBM-Direktoren in Wien: Staatssekretär Cyrus Vance und Verteidigungsminister Harold Brown, Hauptdarsteller auf der politischen Bühne.

Andere Kabinettsmitglieder mit IBM-Vergangenheit sind der Minister für Haus- und Städteplanung Patricia Harris, ehemals lBM-Direktorin, Juanita Kreps, von IBM-Leuten zum Finanzminister vorgeschlagen sowie ihre Nachfolgerin Jane Cahill Pfeiffer, frühere Vizepräsidentin bei IBM und Gesundheitsminister Joseph Califano, der angeblich eine große Menge an IBM-Aktien besaß. Dieser "Elite" schließt sich Justizminister General Griffin Bell an; er war für die IBM in Rechtsfragen tätig.

Auch für nicht so hohe Ansprüche liefert die IBM die passenden Kandidaten. Einer ihrer Vizepräsidenten, Dr. Lewis Brenscomb, kam in den wissenschaftlichen Beratungsdienst des Präsidenten, wo auch Warren Cristopher arbeitet, der im vergangenen Jahr via Rechtsberatung große IBM-Geschäfte tätigte.