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Direkt auf Cics- und IMS-Transaktionen zugreifen


12.02.1999 - 

Direkt auf Cics- und IMS-Transaktionen zugreifen Doppio schlägt Brücke von Java zum Mainframe

MÜNCHEN (CW) - Zwei Welten finden zueinander. Mit "Doppio" bringt die Schumann AG ein Servicepaket auf den Markt, das Java- basierende Anwendungen auf der Client-Seite mit dem Datenbestand auf dem Mainframe verbindet.

Um auf die wichtigen Mainframeseitigen Anwendungsplattformen wie den Transaktionsmonitor Cics oder die Datenbank IMS zugreifen zu können, wird auf dem Mainframe ein sogenannter Doppio-Server integriert. Dieser arbeitet nach dem Remote-Procedure-Call-(RPC- )Prinzip. Die Doppio-Clients oder Java-Applets im Browser können den Server im Mainframe direkt über TCP/IP-Funktionen ansprechen. Der Server löst die Anfragen der Clients auf und verteilt sie an Subserver, die dann die Cics- oder IMS-Transaktionen auslösen. Damit regelt der Doppio-RPC-Server die bidirektionale Datenübergabe und alle notwendigen Protokollkonvertierungen. Gleichzeitig steuert er die Server-Last, indem er neue Subserver startet. Die Anzahl parallel arbeitender Subserver kann je nach Anwendung vorbestimmt werden.

Auf der Client-Seite kapselt der Doppio-Service das RPC-Protokoll und stellt damit jeder Java-Anwendung und jedem Java-Applet den Zugriff auf den Doppio-Server zur Verfügung.

Laut Anbieter unterstützt der Service alle gängigen Systemwelten. Vorausgesetzt wird das Mainframe-Betriebssystem MVS oder OS/390 sowie das TCP/IP-Protokoll für die Kommunikation zwischen Client und Doppio-Server. Auch Multitier-Architekturen lassen sich den Angaben zufolge mit Doppio verwirklichen, da der Service entweder auf dem Mainframe selbst oder aber auf dezentralen Servern unter Unix oder Windows NT eingerichtet werden kann.

Intranet- oder Internet-basierte Anwendungen werden im allgemein propagierten Zeitalter des E-Commerce immer wichtiger. Für viele Firmen erschließen sich neue Vertriebswege und Märkte.

Die dafür nötigen unternehmenskritischen Datenbestände liegen meist gut verpackt auf dem Mainframe. Alte, aber unternehmenskritische Anwendungen lassen sich jedoch nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten auf andere Rechnerarchitekturen umsetzen. Der hier übliche Lösungsansatz, die Großrechnerumgebung per Emulation direkt auf das Front-end-System zu bringen, eignet sich aufgrund der komplizierten Handhabung nur für den firmeninternen Gebrauch. Anders als bei Doppio ist es zudem schwierig, andere Anwendungen einzubinden.

Zwar gewinnen Java-Techniken, insbesondere Enterprise Javabeans (EJB), auch bei Server-Applikationen eine immer größere Bedeutung. Die Anbindung von Altsystemen an auf Java basierende Client- Systeme ist aber nach wie vor ein Problem, das Doppio zu beheben hilft.