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27.07.1979 - 

Notwendig oder nicht?

Diskussion um EDV-Spiegel

ZÜRICH (sg) - Für das "unübersehbar weite Gebiet" der Informationsverarbeitung soll der FWR-Marktspiegel "EDV in der Schweiz" einmal ein neuartiges, ausschließlich auf die schweizerische EDV-Szene abgestelltes Nachschlagewerk abgeben. So ist es der Wunsch von Friedrich W. Klappert, der in diesem, vom mühsamen Unterfangen begleiteten Schöpfungsprozeß beinahe so etwas wie ein Lebenswerk sieht.

Indes andere, allen voran die starke Lobby der im Schweizerischen Bürofachverband organisierten EDV-Firmen, sind nicht der gleichen Ansicht. Sie stellen kurzerhand und nach Rücksprache mit dem gerade frisch gekürten Delegierten des Fachbereiches Datenverarbeitung, Univac-Direktor Bruno Grünenfelder, in einem Schreiben an ihre Mitglieder fest, daß für das von Klappert geplante Nachschlagewerk "ein entsprechendes Bedürfnis der Wirtschaft nicht nachgewiesen ist!"

Klappert, der seinen Marktspiegel zur Eröffnung der diesjährigen "büfa" (11. bis 15. 9.1979) präsentieren will, wobei zunächst ein Band mit den Leistungsdaten und Preisen von Konten- über Dialog-Computer bis hin zu Groß-Computern sowie der hierzu angebotenen peripheren Geräte geplant war, sieht das allerdings anders. Er meint, daß sein Marktspiegel zu einem geschätzten Nachschlagewerk für EDV-Verkäufer Berater, Ausbilder und Anwender werden könnte, so daß auch die kommerzielle Seite letztlich stimmen würde.

Genau daran aber möchte der Büfa-Delegierte Grünenfelder nicht so recht glauben. Er führt vor allem ins Feld, daß der Schweizer Markt zu klein ist, um so ein Nachschlagewerk in genügend großer Stückzahl aufnehmen zu können. Und überhaupt hält Grünenfelder den Aufwand der seitens der Herstellerfirmen für den Eintrag ihrer Produkte in den FWK-Marktspiegel getrieben werden muß, für viel zu groß, als daß sich jemand dafür begeistern könnte. So kommt denn auch die Ablehnung, wie Grünenfelder dies gegenüber der CW versicherte, nicht vom Bürofachverband.

Die Frage, ob der Marktspiegel "EDV in der Schweiz" notwendig ist oder nicht, dürfte wohl schlußendlich nur der von Klappert ins Auge gefaßte Benutzerkreis beantworten können. Ob der allerdings jemals Gelegenheit dazu haben wird, ist mehr als fraglich, denn im Augenblick sieht es doch eher so aus, als ob das Nachschlagewerk nicht zustande käme.