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18.06.1993

Diskussion um Server-Betriebssysteme Windows NT versus Unix: Die Analysten sind sich nicht einig

MUENCHEN (CW) - Die Diskussion um das Server-Betriebssystem der Zukunft ist in vollem Gang. Microsofts Hoffnung, mit Windows NT die Anwendergunst zu erringen, wird in einer Studie der Business Research Group bestaetigt. Dagegen setzen die Analysten der Inforcorp eine Prognose, wonach bis 1997 Unix den Loewenanteil der Server-Betriebssysteme stellen wird.

"Wenn die Kunden in der Unterstuetzung von Windows-Anwendungen durch NT den wichtigsten Kaufgrund sehen, dann wird Unix und nicht das Microsoft-Betriebssystem Erfolg haben", nennt Robert Sakakeeny, Midrange Systems Program Director von Inforcorp., die Praemisse fuer seine Analyse. Er haelt sie jedoch fuer so realistisch, dass er Windows NT fuer das Jahr 1997 einen Umsatzanteil am Server- Markt von nicht mehr als zwoelf Prozent zugesteht. Unix dagegen werde bei rund 62 Prozent liegen.

Diese Prognose begruendet Sakakeeny mit den Server-Eigenschaften von Netware und Unix, die problemlos Windows-Anwendungen als Front-end-Systeme einbinden koennten. Daher fehle es schlichtweg an einem Grund fuer den Umstieg auf Windows NT. Trotzdem werde der Marktanteil des Betriebssystems mit der Zeit steigen, allerdings nicht auf Kosten von Unix, sondern von proprietaeren Betriebssystemen wie OS/2.

Eine weit positivere Entwicklung fuer Windows NT lassen dagegen die Ergebnisse einer von der Business Research Group durchgefuehrten Befragung bei den 500 groessten US-Unternehmen erwarten. Danach wollen 59 Prozent Windows NT nicht nur kaufen, sondern auch einsetzen. Fuer Unix entschieden sich hier lediglich 39 Prozent der Befragten, fuer OS/2 36 Prozent.

Damit aber Windows NT in den Unternehmen keine Eintagsfliege bleibe, muesse sich das System im praktischen Einsatz bewaehren. Als kritischen Erfolgsfaktor nennen die Analysten die Moeglichkeit, das Microsoft-Produkt in DV-Umgebungen mit Mainframes einzubinden. "Vor allem die Downsizing-willigen Anwender brauchen ein System, das moeglichst problemlos mit ihren bisherigen unternehmenskritischen Anwendungen zusammenarbeitet", zitiert die IDG-Schwesterpublikation "Infoworld" aus der Studie. Auf diesem Gebiet, so schraenken die Analysten ihre ansonsten positive Prognose ein, habe Microsoft bisher noch kaum Erfahrung.