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01.02.1980 - 

Apodis für den Kfz-Zulieferer:

Disponieren geht über Studieren

NEUSS (bi) - Ein Dispositionsmodell für die Kfz-Zuliefer-Industrie, genannt Apodis, bietet die Apollo GmbH aus Neuss an. Zu einem Preis von 30 000 Mark verspricht das Produkt niedrige Mindestbestände im Lager des Kfz-Herstellers und hohe Reaktionsfähigkeit beim Zulieferer. Hardware-Voraussetzung für den Einsatz von Apodis ist ein Kernspeicher von 70 K; die Programmiersprache ist Cobol.

Die Tendenz der Kfz-Hersteller, ihre eigenen Bestände aus Rationalisierungsgründen weiter zu senken, erhöht naturgemäß die Anforderung an die Reaktionsfähigkeit der Zulieferer. Die Zulieferer sind deshalb gezwungen, auch ihren Organisationsstand zu überprüfen. Rationalisierungsreserven bieten sich hierbei insbesondere bei der Harmonisierung zwischen Lieferservice, Bestands-, Produktions- und Verwaltungskosten an. Die Ursachen für die Dispositionsschwierigkeiten der Zulieferer liegen in den unkontrollierten Schwankungen der Lieferabrufe innerhalb der ausgemachten Quoten.

Dies führt zu

- unausgeglichener Kapazität mit Überstunden und Zusatzschichten;

- Rückständen trotz überhöhter Kapitalbindung;

- häufigem unwirtschaftlichen Umrüsten;

- Unsicherheiten in der Investitionsplanung;

- Überbeanspruchung der Führungskräfte im Tagesgeschäft.

Apodis soll es nun ermöglichen die Produktionsnachfrage zu stabilisieren.

Funktionen des Dispositionsmodells

Zur Bestimmung eines stabilisierten Produktionsplanes führt das System im wesentlichen fünf Funktionen aus:

1. Glättung der Liefereinteilungen für den Produktionsplanungszeitraum

Der Produktionsplanungszeitraum kann von Produkt(gruppe) zu Produkt(gruppe) variieren. Apodis wird durch Parametersteuerung den jeweiligen Erfordernissen angepaßt.

2. Berechnung einer optimalen Pufferhöhe

Basis zur Berechnung der Pufferhöhe ist die durchschnittliche Schwankungsbreite der Lieferabrufe im Planungszeitraum. In Abhängigkeit von der Nähe zum Auslieferungstermin werden diese Abrufänderungen von Apodis unterschiedlich gewichtet.

3. Die Pufferausfüllmenge ergibt sich aus der Differenz eines errechneten Idealpuffers und des tatsächlich vorhandenen Bestandes.

Die Auffüllung des Puffers wird geglättet durchgeführt. Dadurch werden Auslastungsschwankungen der Kapazitäten vermieden.

4. Wirtschaftliche Losgrößen lassen sich durch Zusammenfassen der gleichmäßigen Produktionsnachfrage über beliebige Zeiträume bilden.

5. Engpässe werden über die Kapazitätsangaben in den Arbeitsplänen oder über eigens definierte Führungsgrößen ermittelt.

Einführungsvoraussetzungen

Die Einführungsvoraussetzungen hängen unter anderem von existierender Auftragsdatei, Bestandsführung, Stücklistenauflösung und Bestellrechnung ab.

Die Kenntnis dieses Organisationsgrades liefert die Basis, Schnittstellen individuell für jeden Kunden festzulegen.

Das Modul "Disposition" besteht in seinem Kern aus einer Optimierungsrechnung, die unabhängig von der jeweiligen Organisation bestehen bleibt. Die Anpassung an die Schnittstellen, wie zum Beispiel Auftragsbestand, Stücklisten, Bestandsführung, Bestellrechnung etc., hängt jedoch im besonderen Maße von den speziellen, beim Kunden vorhandenen Systemen, ab.

Praxiserfahrungen

Die Praxis habe gezeigt, so die Apollo-Unternehmensberatung, daß die Disposition speziell bei den Kfz-Zulieferern durch das dargestellte Softwareprodukt mit dem Resultat entscheidend verbessert werden kann, da

- die Rückstände abgebaut werden und die Reaktion auf eingehende Aufträge erhöht wird;

- die Bestände auf allen Produktionsstufen bedarfsgerechter produziert werden können;

- sich die Planungssicherheit auch für Versand, Personal- und Materialbeschaffung erhöht.

Da es sich bei diesem Softwareprodukt im Gegensatz zu einem buchhalterischen Abrechnungssystem um ein Dispositionsmodell handelt, das stark in die Schnittstellen zwischen Vertrieb und Produktion eingreift, ist meist eine organisatorische Neustrukturierung des Abstimmprozesses zwischen beiden Bereichen erforderlich. Nicht selten werden damit auch die Verantwortlichkeiten neu verteilt. Wie bei allen Entscheidungsmodellen ist eine mechanische Einführung deshalb nicht empfehlenswert.

Informationen: Apollo GmbH, Marienkirchplatz 7. 4040 Neuss 1, Tel. 0 21 01/2 81 82