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26.01.2007

Disti für Speziallösungen

Wer eine Sonderlösung für seine Kunden sucht, ist bei Extra Computer gut aufgehoben. Seit Jahren fertigt der Distributor und Spezialist für Industriecomputer aus Giengen PC-Sonderausführungen für spezielle Belange.

Von Hans-Jürgen Humbert

Aus der 1989 gegründeten Zwei-Mann-Firma Extra Computer ist ein mittelständisches Unternehmen mit rund 80 Mitarbeitern geworden. Neben dem Distributionsgeschäft werden am Standort Giengen-Sachsenhausen auch PCs und Server selbst gebaut und unter der Eigenmarke "exone" vertrieben.

Das Portfolio ist dabei breit gefächert: Vom Thin Client über lüfterlose Büro-PCs bis hin zum Storage-Server reicht die Palette. Auch Bildschirme werden unter dem Namen exone angeboten. Einzig Notebooks und Tablet PCs stammen von Asus oder LG. Drucker kann man für sein Projektgeschäft ebenfalls ordern, sie gehören ansonsten aber nicht zum Standardprogramm der Giengener.

Nicht von der Stange

Zu den Spezialitäten des Unternehmens gehört die Erfüllung von ausgefallenen Kundenwünschen - Rechner, die eben nicht von der Stange kommen. Eine Reihe von Speziallösungen, zum Beispiel für die Medizintechnik, gehören schon zum Angebot. Wem das nicht reicht, der kann auch weitere Sonderwünsche äußern.

Produktmanager Christos Giannopoulos ist dieser Spezialist für Sonderwünsche. Ob es sich um einen Minirechner für optische Messverfahren handelt oder um einen Ablaufsteuerungscomputer für die Endmontage eines großen Automobilherstellers, Giannopoulos findet fast immer eine optimale Lösung für das jeweilige Problem.

"Unsere Spezialität ist die Beratung und Betreuung durch nur einen Ansprechpartner", sagt Armin Stutzmiller, Director Sales von Extra Computer. "Projekt- und Lagebesprechungen finden immer direkt vor Ort beim Kunden statt, damit kann dieser den aktuellen Entwicklungsstand ständig beobachten", fügt er hinzu. Trotz dieser Kundennähe will Extra Computer nicht ins Direktgeschäft einsteigen. "Wir gehen Endkunden nicht an, sondern arbeiten eng mit dem Fachhandel zusammen. Das hat sich bewährt und soll auch so bleiben", sagt der Manager.

Das jüngste Projekt ist gerade abgeschlossen. Ein Kunde suchte einen vollständig geschlossenen PC, der ohne jeglichen Luftaustausch mit der Umgebung funktioniert. Eingesetzt werden sollte der Rechner in einer Fabrik, die Kohlefasern bearbeitet. Beim Sägen und Bohren von Kohlefasern entstehen sehr feine und leichte Stäube, die zudem elektrisch leitend sind. Jeder normale PC saugt über den Netzteillüfter solche Stäube an und lagert sie im Inneren ab - natürlich zuerst im Netzteil. Da aber an dieser Stelle mit recht hohen Spannungen gearbeitet wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es britzelt.

Die Lösung heißt "exone Sumo". Der PC ist in einem vollkommen geschlossenen Gehäuse untergebracht. Staub- und spritzwassergeschützt nach IP 64 einschließlich der Kabeldurchführungen kann der feine Kohlestaub dem Rechner nun nichts mehr anhaben. Große Kühlkörper an den Seitenwänden und oben auf dem Deckel strahlen die Abwärme des Systems nach außen ab. Innen sind noch einmal dieselben Kühlrippen angebracht, diese nehmen die Wärme der Bauteile auf und geben sie an die außen liegenden Kühlrippen weiter. Speziell abgedichtete Durchführungen erlauben die Verwendung von Standardkabeln und Standardbuchsen am PC. Eigenkonstruktionen sind staubdicht schließende Klappen, damit normale CD-ROM- und Diskettenlaufwerke eingebaut werden können.