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09.07.1993

Diversifizierung des Cannavino-Geschaefts geht weiter IBM gruendet fuer Power- und Ambra-PCs zwei neue Divisions

SOMERS (IDG) - Die IBM versucht weiter, die verschiedenen PC- Maerkte zu besetzen. Die Power PC-Division kuemmert sich innerhalb der Line of Business Personal Systems demnaechst um Entwicklung und Vermarktung von Desktop- und portablen Maschinen, die mit der Power-PC-CPU arbeiten. Die zweite, noch nicht benannte Division duerfte ab Herbst - aehnlich wie das bereits in Europa existierende Pendant Icpi - in den USA Vermarktung und Vertrieb der Low-cost- Linie "Ambra" uebernehmen.

Waehrend die Power Personal Systems Division (PPS) offiziell am Freitag vergangener Woche ins Leben gerufen wurde, soll die Ambra- Unit erst im Herbst dieses Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Zu dieser zweiten Division gab IBM keine Stellungnahme ab.

Die PPS hat ihren Sitz in Somers, New York, und wird von Nobuo Mii, dem bisherigen General Manager der Entry Systems Technology Group geleitet. Er berichtet an James Cannavino, dessen Line of Business Personal Systems sich dann in die Geschaeftsbereiche Advanced Workstations, PPS, Personal

Software Products (PSP), Client-Server-Computing, Fireworks Partner, Ambra und schliesslich die IBM PC Co. aufteilen wird. Dabei, so kuendigte IBM an, wird die Entry Systems Technology Division - die 1991 gegruendet worden war, um neue PC-Technologien zu entwickeln - in der IBM PC unter Leitung von Robert Corrigan aufgehen.

Geschaeft mit Intel-basierten

PCs auf Vordermann bringen

Die neue Power-Unit, der vorerst 300 Mitarbeiter angehoeren, soll sich auf die Entwicklung preiswerter PCs auf Basis des durch die Zusammenarbeit zwischen IBM, Motorola und Apple entstandenen Power-Chips konzentrieren. Fuer Bau und Vertrieb von Power-PC- Servern und Workstations duerfte dagegen die Advanced Workstation Division zustaendig bleiben.

Durch diese Schritte hoffen die Verantwortlichen bei Big Blue, neue Technologien schneller auf den Markt bringen zu koennen. Die CW-Schwesterzeitschrift "Computerworld" schreibt unter Berufung auf Insider, dass Robert Corrigan deshalb nicht die Verantwortung fuer die PPS uebertragen worden sei, weil er sich verstaerkt um den Turnaround im Geschaeft mit Intel-basierten Maschinen kuemmern soll.

Um dieses Business auf Vordermann zu bringen, wuerden demnaechst einige Veraenderungen im PS/2-Marketing stattfinden, erklaerten IBM- Vertreter auf der PC-Expo in New York. Beispielsweise will IBM PS/2-Rechner nicht laenger als High-end-Technologie vermarkten, sondern auf Kunden abstellen, die mehr Interesse an Produktstabilitaet als an schnellem technischem Fortschritt haben. "Unsere Grosskunden fordern uns auf, die technologische Entwicklung zu verlangsamen", sagte

James Turner, IBMs General Manager Premium Brands. Die meisten Kunden wuerden neue Systeme einige Monate lang testen, bevor sie ueber ihren Einsatz entscheiden. Deshalb werde man kuenftig neue Technologien im PS/2-Bereich zuerst in Prototypen einsetzen, damit die Klientel vor einer Grossankuendigung sich fuer oder gegen ein neues System entscheiden koenne. Fuer ein paar wenige ausgewaehlte Kunden werde das zwar schon gemacht, aber kuenftig solle das Geschaeft staerker von einer "Build-to-order-Philosophie" gepraegt sein, fuegte Turner hinzu. Ausserdem habe IBM vor, die PS/2-Server der Modelle 85,95, 195 und 295 als eigene Marke zu vertreiben, um so die Server-Produkte effizienter vermarkten zu koennen.