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12.04.2007

DJ DFL sieht mindestens 3 Bieter für Bundeliga-Live-Rechte ab 09

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Deutschen Fußball-Liga (DFL) rechnet mit mindestens drei Bietern für die Pay-TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga ab der Saison 2009/10. "Ich gehe davon aus, dass es unabhängig von Premiere und arena noch einen weiteren Bieter geben wird", sagte Geschäftsführer Christian Seifert am Mittwochabend im Club Wirtschaftspresse München. Sowohl arena als auch Premiere hatten bereits bekundet, bei der Ausschreibung der nächsten Rechte-Runde mitbieten zu wollen.

Um Konflikte zu vermeiden, wie sie bei der vorangegangenen Ausschreibung entstanden sind, will die DFL in Gesprächen mit der Europäischen Union erreichen, in der nächsten Bieterrunde nicht mehr nach Rechten für Pay-TV und Internetfernsehen (IPTV) unterscheiden zu müssen. Vielmehr sollen Live-Rechte ausgeschrieben werden, die sowohl über herkömmliches TV als auch IPTV verbreitet werden können.

Nach Ende der vorangegangenen Ausschreibung für die Bundesliga-Rechte ab der Saison 2006/07 hatte es Irritationen zwischen der Deutschen Telekom und der DFL gegeben. Die Telekom wollte mit der Premiere AG das Internetsignal auch über Kabel und Satellit verbreiten und mit Hilfe einer speziellen Set-Top-Box auf konventionellen Fernsehern empfangbar machen. Das hätte dem Inhaber der Pay-TV-Rechte, arena, geschadet. Mittlerweile kooperieren arena und Premiere bei der Vermarktung von Bundesliga-Pay-TV; die Telekom und Premiere beim Bundesliga-IPTV-Angebot.

Die Gespräche mit der EU seien aber noch in einer frühen Phase, da die Ansprechpartner in Brüssel gewechselt hätten. Seifert sprach von "einem Beginn des gegenseitigen Verständnisses". Man könne sich vorstellen, noch in diesem Jahr mit der Ausschreibung zu beginnen, um den kapitalmarktorientierten Unternehmen unter den Interessenten eine höhere Planungssicherheit zu geben, sagte er.

Der DFL-Geschäftsführer verteidigte die Entscheidung, bei der letzten Ausschreibung Ende 2005 ein Angebot von Premiere ausgeschlagen zu haben. Premiere wollte zwar deutlich mehr für die Bundesliga-Pay-TV-Rechte zahlen, Fußball im Free-TV jedoch erst ab 22.00 Uhr zulassen. Das derzeitige Geschäftsmodell der Bundesliga basiere auf einem Mix aus Medieneinnahmen und Sponsorengeldern. Letztere wären aber zurückgegangen, wenn die Spiele nicht mehr zeitnah im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen gewesen wären, erläuterte Seifert im Club Wirtschaftspresse München.

Die Bundesliga-Vereine finanzieren sich dem DFL-Geschäftsführer zufolge zu rund je einem Viertel aus Einnahmen aus Medienrechten, Sponsorengeldern, Ticketpreisen sowie Transferlösen und Merchandising. "Das aktuelle Geschäftsmodell setzt auf die Reichweite des Free-TV", so der DFL-Geschäftsführer. Die Einnahmen der Liga aus Medienrechten bezifferte er in der laufenden Saison auf 420 Mio EUR, wovon 400 Mio EUR aus dem Inland stammten.

"Es ist aber kein Naturgesetz, die Sportschau noch mal zu diesem Preis erhalten zu können", sagte Seifert und übte auch Kritik an der Intensität von Werbung in der ARD-Sendung. "Ich sehe auch nicht, dass sich angesichts der Gebühreneinnahmen der öffentlich-rechtlichen Sender die Sportschau selbst refinanzieren muss."

Wenn es darum geht, den Profivereinen in Deutschland höhere Einnahmen zu verschaffen, sieht Seifert bei den Medienrechten mehr Steigerungspotenzial als bei den anderen Ertragsquellen. Auch in ausländischen Medien will die DFL die Bundesliga gewinnbringender vermarkten.

Die deutschen Profivereine haben in der zurückliegenden Saison 1,52 Mrd EUR eingenommen. Höhere Einnahmen aus Medienrechten werden die Umsätze der Clubs in der laufenden Saison auf 1,6 Mrd EUR steigen lassen.

Webseite: http://www.bundesliga.de

-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 138 72 18,

archibald.preuschat@dowjones.com

DJG/apr/brb

(END) Dow Jones Newswires

April 12, 2007 04:00 ET (08:00 GMT)

Copyright (c) 2007 Dow Jones & Company, Inc.