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28.03.2007

DJ Siemens-AR berät Vorgehen nach Feldmayer-Verhaftung - Kreise

Von Alexander Becker

Dow Jones Newswires

MÜNCHEN (Dow Jones)--Mitglieder des Aufsichtsrats der Siemens AG treffen sich am Mittwoch in München, um die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen nach der Verhaftung des Zentralvorstands Johannes Feldmayer zu beraten. "Der Aufsichtsrat muss sich mit der Sache befassen und beraten, wie nun damit umzugehen ist", erfuhr Dow Jones Newswires am Mittwoch aus Aufsichtsratskreisen.

So werden in den kommenden Tagen informelle Gespräche über das weitere Vorgehen des Gremiums geführt. Bereits am Mittwoch würden mehrere Aufsichtsratsmitglieder zu diesem Zweck nach München reisen. Bei Siemens war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Am Dienstag hatte Siemens mitgeteilt, dass Zentralvorstand Feldmayer im Zuge der Ermittlungen der Nürnberger Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen wurde. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg durchsuchte zudem erneut mehrere Standorte des Konzerns in München, Nürnberg und Erlangen. Für Siemens bekommen die Nürnberger Ermittlungen damit eine neue Qualität: Feldmayer ist der erste aktive Siemens-Vorstand, der im Zuge der staatsanwaltlichen Ermittlungen verhaftet wurde. Offenbar verdächtigt ihn die Staatsanwaltschaft der Untreue. Auch gegen weitere Siemens-Mitarbeiter wird ermittelt.

Feldmayer ist im Siemens-Zentralvorstand unter anderem für die Bereiche Siemens IT Solutions and Services, Siemens Building Technologies AG (SBT), Siemens Real Estate (SRE), Corporate Information Office (CIO) und Global Shared Services (GSS) Europa, einschließlich der Regionalorganisation Deutschland (RD) verantwortlich.

Die Inhaftierung Feldmayers und die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit den Ermittlungen um die Arbeitnehmerorganisation AUB und deren Vorsitzenden Wilhelm Schelsky, hatte eine Siemens-Sprecherin Dow Jones Newswires gesagt.

Mitte Februar hatte die Nürnberger Staatsanwaltschaft Schelsky im Zusammenhang mit unklaren Geldzahlungen des Siemens-Konzerns an den AUB-Vorsitzenden verhaftet. Die Staatsanwälte ermitteln dabei wegen möglicher Zahlungen ohne konkrete Gegenleistung und wegen des Verdachts von Steuerdelikten.

Presseberichten zufolge war Siemens Mitte März in Verdacht geraten war, mehrere Mio EUR an AUB gezahlt zu haben, um sich deren Wohlwollen zu verschaffen. Dabei gingen die Nürnberger Ermittler dem Verdacht nach, ob die Zahlungen möglicherweise auch dazu gedient haben, Betriebsratswahlen unzulässig zu beeinflussen, heißt es in den Berichten.

Webseite: http://www.siemens.de

-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 505

industry.de@dowjones.com

DJG/abe/mim

(END) Dow Jones Newswires

March 28, 2007 03:52 ET (07:52 GMT)

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