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12.04.2007

DJ Siemens prüft Trennung von drei VDO-Werken bei IPO - Kreise

Von Alexander Becker

Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Siemens-Tochter VDO erwägt, sich im Falle eines Börsengangs von mindestens drei Werken der Automobilzuliefertochter zu trennen. Das Werk in Karben, das Mechatronik-Werk in Stolberg könnten bei einem Börsengang geschlossen werden, erfuhr Dow Jones Newswires am Donnerstag von einer mit der Situation vertrauten Person. Ein weiteres Werk solle verkauft werden, wahrscheinlich handele es sich um Würzburg.

Ferner prüfe Siemens die Einstellung der Produktion am Standort Wetzlar. Die Entwicklungsabteilung dort soll nach aktuellem Stand erhalten bleiben. Sollten die Pläne in dieser Form umgesetzt werden, wären davon insgesamt etwa 4.000 Arbeitsplätze betroffen.

"Es sieht so aus, als ob Siemens die Trennung von den Werken als Bedingung für einen Börsengang der Sparte stellen würde", sagte die Person. Das Unternehmen hat auch einen Verkauf der Sparte nicht ausgeschlossen.

Ein Siemens-Sprecher wollte die Aussagen nicht kommentieren. In einer schriftlichen Stellungnahme verwies das Unternehmen darauf, dass es Ende März vertrauliche Gespräche zwischen Arbeitnehmervertretern des Aufsichtsrates sowie Mitgliedern des Siemens-Zentralvorstandes und dem Bereichsvorstand von Siemens VDO Automotive gab. Diese Gespräche hatten "Überlegungen zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und der Zukunft von Siemens VDO zum Inhalt".

In den Gesprächen seien verschiedene Szenarien zur weiteren geschäftlichen Entwicklung bis ins Jahr 2011 erörtert worden. "In diesem Zusammenhang wurden auch Überlegungen zu einer weiteren Fokussierung des Produktportfolios vorgestellt, von denen auch Standorte in Deutschland betroffen sein könnten". Die aufgezeigten Überlegungen seien aber als überwiegend mittel- und langfristige Szenarien zu verstehen, "die derzeit keine konkreten Planungen darstellen", so Siemens weiter.

In der Elektronik-Produktion in Karben sind nach Angaben des Informanten etwa 1.600 Mitarbeiter beschäftigt, in Stolberg rund 250 Mitarbeiter. In der Produktion in Wetzlar, in der Multimedia- und Navigations-Produkte hergestellt werden, beschäftigt VDO etwa 400 und im Elektromotoren-Werk Würzburg 1.700 Mitarbeiter.

Anfang Februar hatte VDO angekündigt, Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Nach damaligen Angaben der IG Metall geht es um rund 1.000 Stellen. Mit dem geplanten Börsengang der Sparte habe der Stellenabbau "überhaupt nichts" zu tun, hatte ein VDO-Sprecher damals betont. Es gehe vielmehr darum, die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der Standorte und Arbeitsplätze von VDO langfristig zu sichern.

Siemens hat wiederholt betont, trotz Interessensbekundungen für VDO werde derzeit nur einen Börsengang "konkret" geplant. Interesse gibt es offenbar sowohl bei strategischen als auch bei Finanzinvestoren. Offiziell hat bislang der VDO-Wettbewerber Continental AG Interesse an einer teilweisen oder kompletten Übernahmen von Siemens VDO bekundet.

Nach Medienberichten erwägt auch der US-Automobilzulieferer TRW Automotive ein Gebot für VDO. Siemens hatte Ende Januar angekündigt, den Automobilzulieferer VDO Automotive vorzugsweise an die Börse bringen zu wollen. Siemens will sich allerdings die Aktienmehrheit erhalten.

Webseite: http://www.siemens.de/

-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 505,

industry.de@dowjones.com

DJG/abe/kgb/rio

(END) Dow Jones Newswires

April 12, 2007 11:50 ET (15:50 GMT)

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