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04.04.2007

DJ UPDATE: Regulierer fordert von Telekom weitere Netzöffnung

(Neu: Reaktion des Branchenverbandes Breko)

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Bundesnetzagentur will den Konkurrenten der Deutschen Telekom AG auch die Mitbenutzung von deren Glasfasernetz ermöglichen. Das geht aus dem Entwurf für eine Regulierungsverfügung hervor, den die Behörde am Mittwoch veröffentlichte. Demnach soll die Telekom den Wettbewerbern Zugang zu ihren Kabelkanälen gewähren, damit diese dort eigene Glasfaserleitungen einziehen können. Wo das technisch nicht möglich ist, sollen die alternativen Anbieter die unbeschalteten Glasfaserstrecken der Telekom mitbenutzen dürfen.

Damit bestätigte der Regulierer tags zuvor veröffentlichte Informationen der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Die unbeschaltete Nutzung bedeutet, dass die Verbindungen erst mit eigener Technik der Wettbewerber quasi zum Leben erweckt werden. Das bedeutet auch, dass ihnen die VDSL-Übertragungstechnik der Telekom nicht automatisch zur Verfügung steht.

Behördenpräsident Matthias Kurth erklärte, die geplante Anordnung, zu der die Branche bis Anfang Mai Stellung nehmen kann, sei ein "Schritt, um auch alternative Investitionen in den Ausbau von neuen Glasfaserinfrastrukturen zu vertretbaren Kosten möglich zu machen". Zwar können Wettbewerber auch eigene Strecken verlegen, doch wäre dies bedeutend teurer als die Mitbenutzung der Telekom-Kanäle.

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko), der Festnetzanbieter wie Arcor, HanseNet oder Versatel vertritt, begrüßte die Haltung des Regulierers. Die Möglichkeit, Leerrohre der Telekom mitzubenutzen, sei ein wichtiges Element, um dem Bonner Konzern auch in Zukunft ernsthafte Konkurrenz im Breitbandmarkt machen zu können, erklärte Geschäftsführer Rainer Lüddemann. Unzufrieden ist der Verband allerdings mit den aus seiner Sicht unklaren Aussagen zur konkreten technischen Form des Zugangs. Die Wettbewerber müssten eigene Technik auch innerhalb der Straßen-Verteilkästen der Telekom installieren zu können.

Gemäß der Blaupause des Regulierers sollen die alternativen Anbietern lediglich eigene Kabelverzweiger neben denjenigen der Telekom aufstellen dürfen. Das kritisiert auch der breiter aufgestellte Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) als unzureichend. Er verlangt für seine Mitglieder darüber hinaus auch von den übergeordneten zentralen Vermittlungsstellen der Telekom aus Zugang zu deren Glasfaser. Andernfalls blieben die Angebote der Wettbewerber hinsichtlich Geschwindigkeit und Dienstevielfalt deutlich hinter denen des Ex-Monopolisten zurück, warnte der VATM.

Webseiten: http://www.BNetzA.de

www.telekom.de

www.brekoverband.de

www.VATM.de

DJG/stm/nas

(END) Dow Jones Newswires

April 04, 2007 07:37 ET (11:37 GMT)

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