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19.03.1993 - 

Gruendungsmitglied Intel liefert Basiscode

DMTF will den Desktop in die Management-Kette integrieren

Das DMI stellt der DMTF zufolge einen Satz Application Programming Interfaces (APIsdar, die Administratoren in die Lage versetzen, auf allgemeinem Weg unterschiedliche Hard- und Softwarekomponenten zu verwalten. Durch DMI besteht fuer Netz- Manager also die Moeglichkeit, jede auf dem Endgeraet installierte Hardware und Software zu identifizieren, die Art und Weise der Konfiguration sowie der Performance der Desktops zu kontrollieren und Stoerungspotentiale zu erkennen. Darueber hinaus erlauben die APIs das Upgrading von PC-Software.

Nach Angaben der DMTF wurde bei der Entwicklung der DMI, deren Basiscode Gruendungsmitglied Intel beisteuerte, wesentlich auf die drei folgenden Kriterien geachtet:

- Funktionsfaehigkeit, ohne viel Speicherkapazitaet des PCs zu beanspruchen,

- Unabhaengigkeit von PC- und Netzwerk-Betriebssysten sowie Transportprotokollen und

- einfache Moeglichkeit fuer die Hersteller, Management-Funktionen in bereits existierende und zukuenftige Produkte zu integrieren.

Elementare Bestandteile der DMI sind das Component Interface (CI) und das Management Interface (MI). Das CI soll Anbietern von Hard- und Softwarekomponeten ermoeglichen, auf einfache Weise Management- Funktionen in Netzadapter, Videokarten, Modems, Speichergeraete, Applikationssoftware und Betriebssysteme zu integrieren. Bei dem CI handelt es sich um einen statischen Code, der automatisch der Management-Applikationen fuer die Systemstatistik antwortet.

Das MI dagegen realisiert Netz- und System-Management-Anwendungen sowie Agents den Zugriff auf Desktop-Komponenten und deren Kontrolle. Im Gegensatz zum CI repraesentiert das MI einen dynamischen Code, der beispielsweise das Ein- und Ausschalten von Geraeten zulaesst.

Ueber die beiden Interfaces hinaus beinhaltet das DMI ein Management Information File (MIF), das eine Auflistung aller verwaltbaren Systemobjekte darstellt. MIF-Objekte sind zum Beispiel Prozessortypen, Geraetetreiber, Speicherkapazitaeten sowie Seriennummern von Videokarten.

Insider rechnen damit, dass eine erste Fassung des DMI noch im Fruehjahr fertig wird. Die Vorstellung erster Produktprototypen mit DMI-Implementationen erwartet die DMTF noch im Mai 1993. Ausgereiftere Produkte sollen dann Ende des Jahres folgen. Hoechste Zeit nach Ansicht von Bill Leavy: "Es ist schon Ironie, dass der PC, eines der intelligentesten Geraete in Unternehmensnetzen, in Sachen Enterprise Networking bisher derart ignoriert wurde", meint der Produkt Marketing Manager bei Hewlett-Packard und faehrt fort: "Es ist grotesk, dass es Tools zum Management von LAN Servern, Verkabelungssystemen, Hubs, Routern, Bridges und Drucker gibt, aber keinen Standard fuer das Verwalten des Desktops."