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20.12.1985 - 

Für DV-Neulinge Selbstlernprogramme als Alternativen zum Klassenunterricht:

"Do-it-yourself"-Weg zum Programmierer

AACHEN (CW) - Auch unkonventionelle Wege in der beruflichen Qualifikation zu gehen ist Geschäftsführer Hans-Achim Breuer von der VEDA Datenverarbeitung GmbH & Co. KG aus Aachen bereit. Dabei zählt neben Methodenwissen für ihn auch das "Feeling" für simple Kundenprobleme. Deshalb sollte ein von der DV bisher "unbeleckter" Mitarbeiter ein Selbstlernprogramm erproben.

Methodisch-gründliches Arbeiten wird in Software-Häusern ebenso vorausgesetzt wie Sicherheit im Umgang mit Computern und deren Programmierung. Außerdem müssen sich die Produzenten von Standardsoftware auch in die Probleme und Arbeitsweisen ihrer Kunden hineindenken können, und schließlich benötigen sie eine ganze Menge betriebswirtschaftlicher Kenntnisse.

Ein eigener VEDA-Standard erfordert zudem eine normierte und strukturierte Programmierung. Diesen Programmierstil müssen sich alle neuen Mitglieder aneignen. "In herkömmlichen Schulungskursen wird diese Programmiertechnik nicht gelehrt", erinnert sich DV-Novize" - bis dahin arbeitsloser Lehrer - Wolfgang Genten. "Die Kollegen konnten während ihrer regulären Arbeitszeit keinen neuen Mitarbeiter zusätzlich einarbeiten." Folglich sah man sich nach Alternativen zur herkömmlichen Schulung um.

Drei Alternativen boten sich an: Interner Unterricht durch VEDA-Mitarbeiter, die Teilnahme an externen Schulungskursen oder das Bearbeiten ' eines neuen Selbstlernprogramms der Bonner Soba GmbH.

Dieses Programm besteht aus einer Reihe von Tonbandkassetten mit dem eigentlichen Kursmaterial, begleitenden Broschüren sowie interaktiven Zusatzprogrammen auf Disketten, um die erlernten Kurseinheiten gleich am Computer testen zu können. Der verwendete Stil des "programmierten Lernens" mit Selbstkontrollen nach jeder Lerneinheit gewährleistet ein rasches Fortkommen.

Der Preis dieser in den USA vom Schulungsanbieter ATS entwickelten Programme entspricht etwa dem Besuch einer traditionellen DV-Schulung einschließlich Reisekosten.

In jeweils zwei Wochen arbeitete Genten das Kursmaterial "Betriebssystem IBM /36" und "RPG II" durch.

"Besonders angenehm war es, daß ich das individuelle Lerntempo genau an die eigene Aufnahmefähigkeit anpassen konnte", erläutert Genten. "Für mich gab es dadurch jedenfalls ein wesentlich schnelleres und intensiveres Lernen als beim traditionellen Klassenunterricht."

Zusätzlicher Vorteil sei die unmittelbare Verbindung zum Rechner gewesen, die nicht nur erwünscht, sondern eigentlich unabdingbare Voraussetzung ist.

Außerdem ließen sich beim Studium innerhalb der VEDA bei Bedarf Kollegen befragen, die mit ihren zusätzlichen Tips und Ratschlägen die Arbeit weiter vereinfachten. Das Lernziel war schließlich doch schnell erreicht: Gleich nach Abschluß machte sich Genten - für den noch wenige Tage zuvor "Computer" und "RPG" "böhmische Dörfer" darstellten - daran, alle enthaltenen Beispielprogramme in den firmeneigenen Programmierstil umzuschreiben.

VEDA-Geschäftsführer Breuer steht zu seiner Entscheidung für Selbstlernprogramme: Das vorhandene Kursmaterial soll weiter für die Schulung Auszubildender eingesetzt werden.

Informationen: VEDA Datenverarbeitung GmbH & Co. KG, Metzgerstraße 1-3, 5100 Aachen. Tel.: 02 41/1 69 01/2.