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16.08.1996 - 

Eindrücke von Scanview Plus 3.0

Dokumenten-Archivierung mit integriertem Workflow

Die mit Hilfe von Scanview Plus eingelesenen Dokumente lassen sich in einer relationalen Datenbank archivieren - der Hersteller bietet dazu die Gupta-Lösung "SQL Base" an. Es können jedoch auch andere SQL-Datenbanken etwa von Oracle oder Microsoft sowie Volltext-Datenbanken eingesetzt werden.

Die Testinstallation auf einem Stand-alone-PC erfolgte unter NT 3.51 und war einschließlich der Konfiguration aller Module und Benutzer sowie erster Dateneingaben innerhalb einer knappen Stunde erledigt. Hinzu kommt der Aufwand für die Einrichtung der angeschlossenen Scanner oder Jukeboxen. Die Handhabung selbst ist an MS-Office angelehnt und relativ schnell erlernbar, zumal für den Systemadministrator diverse Konfigurationsdialoge vorgehalten werden.

Die Scanview-Module lassen sich für verschiedene Betriebsabläufe konfigurieren. Neben dem Basismodul und der relationalen Datenbank wird zumeist die OCR-Komponente zwecks Text- und Strichcode-Erkennung benötigt. Benutzer, die zum Beispiel Host-Daten auf einer Laserdisk erhalten, müssen das Cold-Modul verwenden (Cold = Computer Output on Laser Disk). Wer auf Dokumente im World Wide Web zugreifen möchte, benötigt das Hypertext-Markup-Language-(HTML-) Interface.

Mit Hilfe der Workflow- und System-Management-Funktionen kann die Administration eine Verbindung zwischen Personen beziehungsweise Gruppen und Dokumenten festlegen. Aus rechtlichen Gründen bleibt allerdings der direkte Zugriff auf die Originaldatei ausschließlich der Administration vorbehalten. Unabhängig von den individuellen Zugriffsberechtigungen läßt sich den einzelnen Benutzern eine Aufgabe (Lesen, Bearbeiten, Weiterleiten) bezüglich des aktuellen Dokuments zuweisen. Im Zusammenhang mit den Workflow-Features wurde auch eine automatische Versionskontrolle (Check-in/ Check-out) in Scanview integriert.

Das Programm läßt sich aufgrund seiner Modularität zwar gut skalieren, ist jedoch für eine Peripherie mit kleineren Lese- und Speichergeräten überdimensioniert. Die maximal erreichbare Geschwindigkeit beträgt 220 Scans pro Minute.

Preise

Die Standard-Edition von Scanview wird ohne Workflow-Modul angeboten. Die Preise liegen zwischen rund 5000 Mark (Single-User-Lizenz) und knapp 91 000 Mark (mit SQL Base). Die mit Workflow, Versionskontrolle und weitergehenden Sicherheitsmechanismen ausgestattete Power Edition kostet zwischen 14700 Mark (bis fünf User) und 122000 Mark (mit SQL Base). Eine Spezial-Edition ist für SAP R/3 verfügbar. Sie unterstützt auch Adabas-D.

*Michael Matzer ist freier Autor in Herrsching bei München.