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10.03.2000 - 

IT im Tourismus/Kommentar

Don't be cool

Angeblich zählen die Reiseportale oder einschlägige Sites Abermillionen Pageviews. Geht es aber darum, exakte Prozentzahlen zu nennen, wie viele Netzbesucher eine ganze Reise oder auch nur ein einziges Ticket online gebucht haben, wird das Zahlenmaterial sehr dürftig. Über Kundenzufriedenheit gar gibt es so gut wie keine ernst zu nehmende Information. Im Internet-Geschäft, das die Touristikbranche schon früher für sich entdeckt hatte als beispielsweise der Finanzsektor, ist der Erfolg offenbar eine sehr ungenau definierte Größe, die weder Wettbewerbern noch potenziellen Online-Kunden als Entscheidungsgrundlage dienen sollte.

Das Internet-Engagement und dessen finanzielles Risiko sind wohl nur im Rahmen einer Gesamtkalkulation des globalen Konzepts eines oder mehrerer großer Anbieter zu betrachten. Für sie stellen im Augenblick Portale nur einen ausbaufähigen zusätzlichen Marketing- und Vertriebskanal dar, eine Investition in die Zukunft, die sich indes im Hinblick auf Geschäftsreisende oder auch spezielle Marktsegmente zu tragen beginnt, zum Beispiel durch Last-Minute-Reisen. Von einem Boom jedoch kann nicht die Rede sein.

Trotzdem heißt die Devise einmal mehr "Dabei sein ist alles." Und das bedeutet im Online-Markt in letzter Konsequenz, auf möglichst vielen Hochzeiten zu tanzen. Die Alternative des exklusiven Alleingangs im Wettbewerb mit den größten Fluggesellschaften beispielsweise ist teuer. Solchen Startups bleibt nach gelungenem Marktauftritt, aber negativer Bilanz, dann häufig nur noch der Ausweg eines erzwungenen Börsengangs. Die nächste Zukunft wird zeigen, welches Internet-orientierte Geschäftsmodell das erfolgreichere ist. Der Professionalität und Seriosität der großen traditionellen Anbieter ist mit einer nur "coolen" Site so schnell nicht beizukommen.