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21.10.2005

Doppelkern-Itaniums kommen später

Foxton-Technik passt, ähnlich wie ein Turbo, automatisch die Taktrate an.
Chips mit mehr als einem Rechenkern werden mehr Leistung pro Watt und einen höheren Durchsatz erzielen und sich zudem besser skalieren lassen.
Chips mit mehr als einem Rechenkern werden mehr Leistung pro Watt und einen höheren Durchsatz erzielen und sich zudem besser skalieren lassen.

Die Massenfertigung von Intels Itanium-2-Chips mit zwei Rechenkernen (Codename "Montecito") wird vermutlich erst ab 2006 und nicht wie geplant Ende 2005 auf vollen Touren laufen. Als Grund für die rund sechsmonatige Verspätung nennt Peter Glaskowsky, Analyst der Envisioneering Group, die von Grund auf neu entwickelte Architektur des Bausteins: "Montecito ist ein wirklicher Dual-Core-Chip, der gegenüber Vorgängern mit nur einem Rechenkern eine deutliche Leistungssteigerung verspricht."

Die Entwicklung verzögerte sich unter anderem dadurch, dass der Prozessor anfangs nicht die gewünschte Leistung brachte und zudem Software-Inkompatibilitäten aufwies. Insgesamt leidet Intels Itanium-Produktlinie unter der geringer als ursprünglich erwarteten Akzeptanz seitens der Industrie: Von den großen Hardwarelieferanten bietet vor allem Mitinitiator Hewlett-Packard Itanium-bestückte Rechner an. Unisys, Silicon Graphics, NEC, Hitachi und Fujitsu setzen ebenfalls auf die 64-Bit-CPU. Direktanbieter Dell und IT-Schwergewicht IBM haben ihre Itanium-Server zurückgezogen.

Chips mit Turbo

Intel will den Montecito zunächst in drei Varianten anbieten: Modell "9010" mit nur einem Rechenkern und einer Taktrate von 1,6 Gigahertz sowie die doppelköpfigen "9020" mit 1,4 und "9040" mit 1,6 Gigahertz. Alle drei sollen mit der neuen Technik "Foxton" ausgestattet sein, die die Taktrate bei Bedarf um bis zu 200 Megahertz erhöht: Enthält eine Applikation beispielsweise eine große Fließkommaberechnung, steigert der Chip automatisch die Taktrate. Dazu überprüft der Baustein alle acht Mikrosekunden die nachgefragte Leistung und passt bei Bedarf die Frequenz an. Voraussetzung dafür ist, dass die Wärmeentwicklung der Chips, die maximal 130 Watt aufnehmen, in definierten Grenzen bleibt.

Die Foxton-Technik steigert die Basisfrequenz der drei neuen Itanium-Prozessoren auf Maximalwerte von 1,8 (Modell 9010), 1,6 (Modell 9020) beziehungsweise 1,8 (Modell 9040). Die Dual-Core-Prozessoren werden mit einem Cache-Speicher von 18 MB ausgestattet sein, während die Ein-Kern-CPU 6 MB Cache-Memory enthält.

2006 wird Montecito-Jahr

Intel plant, auch Stromsparversionen des Montecito auf den Markt zu bringen. So soll Mitte 2006 das Dual-Core-Modell "9018" fertig sein, das mit 1,2 Gigahertz getaktet ist, über die Foxton-Frequenzpumpe und 12 MB Cache-Speicher sowie einen 400-Megahertz-Bus verfügt. Die Stromaufnahme soll bei maximal 62 Watt liegen. Ebenfalls im zweiten Quartal 2006 sollen Montecito-Versionen mit einem schnelleren Front-Side-Bus angeboten werden. Intel will ihn auf 667 Megahertz takten. (kk)