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10.10.1975 - 

Neues Fiducia-Rechenzentrum in Karisruhe

Doppelprozessor zum Dialog bereit

KARLSRUHE - Um auf DFÜ/DFV-Basis ein Dialog-Konzept für die 355 von ihr betreuten Volks- und Raiffeisenbanken anbieten zu können, hat die Fiducia Revisions- und Treuhand AG (Karlsruhe) ein neues zentrales Großrechenzentrum in Karlsruhe gebaut, das jetzt offiziell eröffnet wurde. Für 7,4 Millionen Mark entstand ein Bau mit 4200 Quadratmeter Nutzfläche, in dem ein Multiprozessor IBM 370/158 MP 4 mit je 2 MB untergebracht ist.

Wichtigste Peripherie: 36 Plattenlaufwerke 3330/3333 und 3340, auf denen 3,1 Milliarden Bytes im Direktzugriff stehen. Weitere Betriebsstätten, die je mit einer IBM 370/135 ausgestattet sind, bestehen in Denzlingen, Villingen, Wiesbaden und Obererlenbach. Keinen eigenen Rechner besitzt die Außenstelle Kassel, die über eine 9600-Baud-Standleitung mit dem RZ Karlsruhe verbunden ist. Für die 355 Bankkunden fuhrt die Fiducia 6 Millionen Konten und verarbeitet täglich bis 2 Millionen Buchungsposten. Die Leistungen des genossenschaftlichen Rechenzentrums, das auch allgemein anwendbare Standardprogramme wie Lohn/Gehalt und Fibu anbietet, nutzen außerdem über 100 Firmen vor allem in Baden.

Am Anfang war eine 421

Die 1958 gegründete Fiducia ist das älteste genossenschaftliche Rechenzentrum und mit 32 Millionen Mark Jahresumsatz (1974) das zweitgrößte in der Bundesrepublik Durch die Umstellung auf das neue System hatte die Fiducia Anfang dieses Jahres erhebliche organisatorische Schwierigkeiten. Trotzdem erwartet das 350-Mann-Unternehmen für das laufende Jahr eine erhebliche Umsatzsteigerung auf rund 37 Millionen Mark. 1960 wurde die erste Buchungsgemeinschaft für drei Volksbanken geschaffen - unter Verwendung einer IBM 421. 1961 wurde in Worms die erste EDV-Anlage installiert, eine IBM 1401. Zehn Jahre später wurde das RZ in Karlsruhe auf eine 370/145 mit 256 K umgerüstet.

Jetzt verfügt die Fiducia in allen Betriebsstätten über COM-Anlagen - sie ist damit größter deutscher COM-Anwender - und in Karlsruhe über das Doppelprozessorsystem. Zur Belegverarbeitung werden seit diesem Jahr in Karlsruhe und Wiesbaden auch Sortierleser IBM 1275 beziehungsweise 1270 eingesetzt.

Expansion auch durch COM-Service

Diese Expansionspläne gehen einmal auf die Erweiterung des Leistungsangebotes auch für Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften sowie sonstige Unternehmen und auf bessere Auslastung der COM-Anlagen durch zusätzliche Service-Verfilmung - zum anderen auf Verbesserung des Bankservice durch Einführen des Dialog-Verkehrs zwischen Terminal beim Bankkunden und Großrechenanlage in Karlsruhe. Im Frühjahr 1976 soll das erste Institut angeschlossen werden.

Das Sicherheitspaket

Die durch das DFV-Konzept bedingte Konzentration in Karlsruhe erforderte beim RZ-Neubau umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen: Einbruch-Überwachungssystem, Panzerverglasung, Rauchgas- und Wärmemeldeanlage, CO2-Löscher im feuersicheren Archiv und eine Zutrittsüberwachung mit Identifikationskarten, die außerdem der Gleitzeiterfassung dienen. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und eine Gebäudeleitzentrale zur Steuerung der ganzen Haustechnik vervollständigen das Sicherheitspaket, zu dem noch der modulare Aufbau von Heizungs- und Klimaanlage gehört: bei Ausfall von Teilen der Anlage wird zumindest der RZ-Betrieb nicht gestört. _py