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16.04.1982 - 

Krupp Atlas-Elektronik:

Doppeltes Lottchen gegen Ausfalle

HANNOVER (pi) - Das neuentwickelte Synchron-Duplex-Rechnersystem SDR1300 stellt Krupp Atlas-Elektronik, Bremen, vor. Zwei synchron laufende Rechner arbeiten im "Hot-standby"-Betrieb, um Prozeßstillstand bei Rechnerausfall zu verhindern.

Bei Hardwareausfall übernimmt der "Standby"-Rechner unterbrechungsfrei die Prozeßsteuerung, Nach Instandsetzung wird der Synchronlauf beider Rechner automatisch wiederhergestellt. Dieses Synchron-Duplex-Verhalten muß von der Anwendersoftware nicht berücksichtigt werden.

Das neue Rechnersystem besteht aus zwei Prozeßrechnern EPR 1300 mit modifiziertem Mikroprogramm und einer zentralen elektronischen Umschalt- und Überwachungseinheit, die den Gleichlauf beider Rechner sichert. Beide synchron laufende Teilsysteme verarbeiten gleichzeitig dieselben Eingabedaten vom und dieselben Ausgabedaten an den Prozeß.

Über eine 16-Bit-Mikrobus-Kopplung zwischen beiden Rechnern überprüft das Synchron-Duplex-Rechnersystem auf Firmwareebene in Mikrosekunden Eingabedaten, wie Gerätezustandsmeldungen, Ausgabedaten, wie Funktionsteilungen, sowie interne Zustandsdaten, wie Programmzähler. Bei Abweichungen sind vier Reaktionen möglich: Bei gravierendem Fehler in einem der Rechner oder bei Wartungs- und Umrüstarbeiten wird dieser abgeschaltet, der andere übernimmt dessen Rolle; beide Rechner versuchen gemeinsam, eine fehlerhaft verlaufende Transaktion, wie Plattentransfer, zu wiederholen, auch wenn der Fehler nur in einem der beiden Rechner auftrat; gemeinsames Abschalten eines einzelnen Prozeßanschlusses in beiden Rechnern, mit eventuellem Ausweichen auf alternative Anschlüsse; Bilden einer gemeinsamen Übereinkunft aus unterschiedlichen Ausgangswerten, wenn zum Beispiel asynchron eintreffende Daten ohne externe Aufforderung von beiden Rechnern abgefragt werden.

Nach Inbetriebnahme des instandgesetzten Blindrechners wird dieser in zwei Phasen, der "warmen" und der "heißen". Phase, mit dem Wirkrechner synchronisiert, so daß die Betriebsführung praktisch nicht gestört wird. Dieser Vorgang wird als "hot restart" bezeichnet und läuft automatisch auf Betriebssystemebene mit Unterstützung besonderer Hardware- und Firmware-Einrichtungen ab. Daher braucht der Anwender beim Formulieren der Prozeßsoftware das Synchron-Duplex-Verhalten nicht besonders zu berücksichtigen.

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