Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.06.1980

Dornier-Computer im Bergwerk:Zentimetergenauer Stollenvortrieb

MÜNCHEN (pi) - Mit Aufträgen der Bergbau AG Niederrhein ist die Friedrichshafener Dornier System GmbH jetzt auch in den Sektor Bergbau-Automatisierung vorgestoßen. Regel- und Kontrollsysteme zählen zu den wichtigsten Aufgaben, mit denen sich das Unternehmen in seinem Elelctronik-Bereich beschäftigt.

Einer der Aufträge umfaßt die Entwicklung einer "Schrämkopf-Kontrolleinrichtung", die nach Dornier-Meinung als ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fernbedienung und Automatisierung von Bergbaumaschinen angesehen werden kann. Ein "Schrämkopf" ist der meißelbestückte Kopf am Ausleger einer Streckenvortriebsmaschine. Die Kontrolleinrichtung wurde im Über-Tage-Versuch erprobt und soll jetzt nach Mitteilung des Unternehmens für den Unter-Tage-Betrieb zugelassen werden.

Beim Auffahren von Strecken (das ist die Herstellung von Stollen im Bergwerk) kommt dem exakten Einhalten von Richtung und Sollprofil eine wesentliche Bedeutung zu. Diese Aufgabe wird unter anderem durch die Staubentwicklung erschwert, die während der Arbeit die Sicht auf den Schrämkopf fast völlig verhindert.

Die von Dornier entwickelte Kontrolleinrichtung zeigt dem Fahrer auf einem Anzeigegerät durch Leuchtpunkte das vorgeschriebene Sollprofil, den momentanen Angriffspunkt des Schrämkopfes relativ zum Sollprofil und die bereits abgetragenen Flächen an. Die Anzeige wird auf der Maschine von einem Prozeßrechner (der Eigenentwicklung Mudas 433) erzeugt, der sich an einem ortsfesten Laserstrahl sowie den augenblicklichen Lagedaten von Maschine und Ausleger orientiert. Die Abweichung vom Sollprofil kann damit laut Dornier kleiner als fünf Zentimeter gehalten werden.