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16.05.1997 - 

Ziel: Beim Fernzugriff in der Weltliga mitspielen

Dortmunder ITK AG will mit US-Company Telebit fusionieren

Das neue Unternehmen firmiert als ITK International Corp. mit Sitz in Chelmsford im US-Bundesstaat Massachusetts. Die Fusion soll schon im Juli in Form eines Aktientausches abgeschlossen sein, wobei 65 Prozent der künftigen Anteile die derzeitigen ITK-Aktionäre (die beiden Firmengründer und Vorstände Klaus Rosenthal und Wolfgang Schröder sowie das Dortmunder Energieversorgungsunternehmen VEW Energie) halten werden. Die ehemaligen Telebit-Anteilseigner sollen in Zukunft über rund 27 Prozent der Aktien verfügen. Router-Marktführer Cisco Systems als ehemaliger Telebit-Gesellschafter wird, wie es in der ITK-Mitteilung heißt, mit knapp zehn Prozent des Kapitals den Deal "gezielt unterstützen".

Die Fusion mit der US-Company kommt für Insider nicht überraschend. Die 1991 gegründete ITK AG zählt zu den führenden deutschen Anbietern von ISDN-Equipment und verfolgt seit rund zwei Jahren mit dem Aufbau von Töchtern in Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten einen konsequenten Internationalisierungskurs. Das Unternehmen hatte schon geraume Zeit mit der Ausweitung des Engagements im für deutsche ISDN-Unternehmen zwar schwierigen, aber dennoch sehr lukrativen US-Markt geliebäugelt und dabei stets auch eine "große Lösung" nicht ausgeschlossen. An den in Dortmund ebenfalls seit längerem laufenden Vorbereitungen für einen Börsengang an der US-Computerbörse Nasdaq ändert sich einer ITK-Sprecherin zufolge im Zuge der Fusion nichts. Allenfalls komme es aufgrund der aufwendiger gewordenen Abstimmungsprozesse zu Verschiebungen im Zeitplan.

Die ebenfalls noch nicht an der Börse notierte Telebit Inc. wurde 1982 gegründet und gilt als Spezialistin für Fernzugriffs-Lösungen. Die von den Amerikanern entwickelte Mica-Technologie (Mica = Modem ISDN Channel Aggregation) ermöglicht beispielsweise den gleichzeitigen digitalen und/oder analogen Zugang von Außenstellen auf das Unternehmensnetz. Mit rund 330 Mitarbeitern in vier Kontinenten und einem angepeilten Umsatz von zunächst etwa 80 Millionen Dollar soll nach Darstellung beider Firmen im Markt für PC- und ISDN-basierte Remote-Access-Lösungen ein neuer Global Player entstehen. Jüngste IDC-Studien gehen in diesem Bereich bis zum Jahr 2000 von einem weltweiten Marktvolumen bis zu neun Milliarden Dollar aus.