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25.06.1993

DOS 6.0-Tools sorgen fuer Aufregung Microsofts DOS-Politik bringt dem Utility-Markt ins Wanken

FRAMINGHAM (IDG) - Die Befuerchtungen vieler Insider, Microsoft wuerde mit der Verfuegbarkeit der integrierten DOS-6.0-Tools den Utility-Markt ins Wanken bringen, scheinen sich zu bestaetigen.

Jedenfalls beklagen sich diverse Utility-Hersteller ueber mangelhafte Verkaufsergebnisse seit der Verfuegbarkeit des Betriebssystems.

"Rund 35 Prozent Verlust mussten die US-amerikanischen Anbieter von Hilfsprogrammen innerhalb des vergangenen Quartals in Kauf nehmen", gibt Barry Bellue, President der Fifth Generation Systems Inc. zu bedenken. Schuld daran seien die in DOS 6.0 integrierten Utilities. Auch an der Stac Electronics Inc. ist die neue Microsoft-Strategie nicht spurlos voruebergegangen. Der Hersteller des Festplattenkomprimierungs-Tools "Stacker" musste demzufolge kuerzlich etwa 20 Prozent seiner Angestellten entlassen.

Ebenso veraergert zeigen sich Anwender indes, geht es um die unbefriedigende Funktionalitaet der DOS-Utilities (siehe CW Nr. 16 Seite 15 vom 16. April 1993

"Die Utilities in Microsofts DOS 6.0 lassen noch zu wuenschen uebrig") "Obwohl DOS 6.0 durchschnittlichen Anwendern Einsteige- Utilities zur Verfuegung stellt, wird es keinesfalls unsere Power- User ueberzeugen", so Rich Picket, Director of Computing Services bei dem Oregon Institute of Technology, Klammath Falls.

Auch der ungenierte Griff ins Portemonnaie der Kunden - Microsoft laesst sich den Support schon 90 Tage nach Einkauf des Betriebssystems bezahlen - ruft zur Zeit selbst bei treuen Gates- Anhaengern Verstaendnislosigkeit hervor. Dass dieses Verfahren nicht eben branchenueblich ist, zeigt etwa das Beispiel der Fifth Generation Systems Inc. Das Softwarehaus garantiert eine kostenlose 24-Stunden-Unterstuetzung fuer ein ganzes Jahr. Die Gates-Company hingegen verlangt fuer eine Beratung rund zwei Dollar pro Minute oder 25 Dollar fuer ein Gespraech ohne Zeitlimit.