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26.10.1990

DOS-Sonderangebot mit Virus: Kopfschmerzen bereitet deutschen PC-Händlern gegenwärtig eine virenverseuchte Version von MS-DOS 3.2. Betriebssystem-Hersteller Microsoft allerdings trifft keine Schuld: Es handelt sich um eine Fälschung, die ein Softwarehänd

26.10.1990

DOS-Sonderangebot mit Virus: Kopfschmerzen bereitet deutschen PC-Händlern gegenwärtig eine virenverseuchte Version von MS-DOS 3.2. Betriebssystem-Hersteller Microsoft allerdings trifft keine Schuld: Es handelt sich um eine Fälschung, die ein Softwarehändler als Sonderangebot verbreitet hatte. PC-Händler, die gebrauchte Rechner oder Clones komplett mit System anbieten wollten, griffen dankbar zu. Zu erkennen ist die Fälschung daran, daß sie nur aus einer 3?-Zoll-Diskette besteht statt aus zweien wie das Original. Die Aufschrift entspricht derjenigen der zweiten Originaldiskette (Zusatzprogramme), die Seriennummer jedoch fehlt. Bei den untersuchten Exemplaren waren zudem nur die Spuren 0 bis 40 zu lesen die übrigen erwiesen sich als fehlerhaft. Microsoft ermittelt bereits (VT)

Verseuchte Neat-Boards: Eine Serie von Neat-Boards der Firma DTK, die in der 15. Kalenderwoche 1990 gefertigt wurde, enthält auf der beigelegten Diskette nicht nur die EMM-Treiber sondern auch ein Ogre-Virus. (VT)

Gefährlicher Doktor: DOCTOR.EXE, Version 1.7, Von Valery Trifonov, ein Anti-Virus-Programm, das angeblich derzeit in Bulletin-Board-Systemen kursiert, enthält ein Trojanisches Pferd. Statt nach Viren zu suchen, infiziert es COM- und EXE-Dateien mit dem "Phoenix-Virus", einer norwegischen Variante des Herbst-Virus. Das Programm ist 11 344 Byte lang. (VT)

Wirkungslose Medizin: Einen peinlichen Reinfall erlebte Symantec auf der Business-Computing-Messe Ende September in London. Ihr in Presse, Funk und Fernsehen groß angekündigtes Norton Anti-Virus Package ("... bekämpft alle gegenwärtig bekannten Viren unter MS-DOS) entdeckte nicht eines der Viren, mit denen die Zeitschrift PC Business World eine Diskette infiziert hatte - sämtlich in Großbritannien weit verbreitete Erreger. Es hätte sich bei dem Programm um eine Beta-Version gehandelt, die noch zwei Fehler enthalte, versuchte der Hersteller sich zu rechtfertigen. Außerdem seien in den USA andere Viren verbreitet als in Europa. Die Markttreigabe des Paketes wurde bis mindestens November dieses Jahres verschoben. Jim Bates, ein britischer Viren-Experte: "Es gibt zu viele Leute und Unternehmen, die sich auf die Virussache stürzen, um so schnell wie möglich so viel Geld wie möglich zu machen."

Die mit "VT" gekennzeichneten Meldungen sind Informationen des monatlich im Vogel-Verlag, Würzburg, erscheinenden "Virus-Telex".