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26.06.1998 - 

Weltweite Vermarktung einer Mobile-Computing-Plattform

Dr. Materna GmbH gründet Softwaretochter in Irland

Branchenexperten kannten die Dr. Materna GmbH bis dato als bodenständiges Unternehmen mit guten Referenzen im TK- und Networking-Umfeld, vorwiegend im Projekt- und Dienstleistungsgeschäft. Dabei soll es nicht bleiben. "Wir hatten Defizite in der Öffentlichkeitsarbeit und mußten uns die Denkweise einer produktgetriebenen Company erst aneignen", gab Firmengründer und Geschäftsführer Winfried Materna bei der Bekanntgabe der neuen Pläne zu. Gelebt werden soll besagte neue Philosophie vor allem in der vor einigen Wochen im irischen Shannon gegründeten 100prozentigen Tochter Navarasoft. Deren Aufgabe wird es sein, die Mobile-Computing-Plattform "Circadia" global zu vermarkten.

Weltweit gibt es nach einer Erhebung der Gartner Group von 1997 derzeit rund 250 Millionen mobile Arbeitnehmer; Analysten schätzen, daß der Verkauf von mobilen Endgeräten in den vergangenen zwei Jahren mit die höchsten Wachstumsraten innerhalb des gesamten PC-Marktes zu verzeichnen hatte - Tendenz steigend. Auf Erkenntnissen wie diesen basieren die Hoffnungen der Dr. Materna GmbH im Zusammenhang mit Circadia. Rund 15 Millionen Mark sollen bis Ende 1999 in die Entwicklung der Software, den Aufbau von Navarasoft sowie in das weltweite Marketing und den Vertrieb des neuen Produkts investiert werden. "Wir wollen Weltmarktführer werden", gab Navarasoft-Geschäftsführer Torsten Beyer als Devise aus. Das Selbstbewußtsein der Dortmunder rührt vor allem vom bisherigen Alleinstellungsmerkmal der Software her.

Relativ einfache individuelle Anpassung

Anders als klassische Fernzugriffs-Lösungen lasse sich das als Standardsoftware konzipierte Circadia nicht nur ohne großen Aufwand für branchenspezifische Applikationen anpassen, sondern ermögliche auch dedizierte "Quasi-Online"-Zugriffe auf Unternehmensdaten. Konsequenz: Die vielerorts beim Remote Access anzutreffenden Bandbreiten- und Zugriffsprobleme werden deutlich entschärft.

Die Zielgruppe bilden zunächst Helpdesk-orientierte Kundendienst- und Vertriebsorganisationen. Das erste "Circadia"-Release setzt deshalb auch auf der Helpdesk-Lösung "Action Request System" (ARS) des US-Weltmarktführers Remedy auf, dessen Kundenbasis man für den Markteintritt nutzen möchte. Mittelfristig soll das Produkt jedoch auch in anderen Dienstleistungs-orientierten Branchen vermarktet werden. Erzeugnisse von Remedy werden übrigens von der Muttergesellschaft Dr. Materna vertrieben, die in Zukunft als Dienstleister die neue Tochter im "Circadia"-Geschäft unterstützen soll.

Unabhängig vom Firmensitz in Irland, für den man sich wegen des eklatanten Mangels an IT-Fachkräften in Deutschland entschiede habe, erhebt Navarasoft den Anspruch, eine globale Company zu sein. So wurde nicht nur ein Teil der Software-Entwicklung in Indien abgewickelt, noch in diesem Jahr wird auch der US-Markt in Angriff genommen. Ende 1999 sollen bereits 50 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste stehen.