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14.08.1998 - 

Standard 802.11 löst nicht alle Probleme

Drahtlose lokale Netze bleiben ein Nischenmarkt

Drahtlose LANs versprechen die Ergänzung der vorhandenen verkabelten Netze durch portable Geräte. Doch obwohl die kabellosen Netze heutzutage höhere Datenraten erreichen als zuvor und der kürzlich ratifizierte Standard 802.11 begrenzte Interoperabilität unter Herstellern ermöglicht, sollten Anwender Vorsicht walten lassen: Die von den Herstellern propagierte Interoperabilität ist noch unvollständig, und die Datenraten basieren auf Best-Case-Szenarios, warnt die Meta Group. Hinzu kommen Restriktionen bei der möglichen Anzahl von Knoten und Zugangspunkten in einem Netz.

Der Standard 802.11 sichert zwar die Interoperabilität zwischen Adapterkarten, erlaubt jedoch nicht den Einsatz von Zugangspunkten oder Wireless-Betriebssystemen verschiedener Hersteller. Langfristig (2000 bis 2005) werden drahtlose Netze aufgrund ihrer vergleichsweise hohen Kosten und des geringen Durchsatzes keine Chance haben, verkabelte Netze abzulösen. Sie werden nach Ansicht der Marktforscher weiterhin die angestammten Nischenmärkte besetzen, wo Verkabelungen nicht möglich oder aus anderen Gründen mobile Geräte nötig sind (historische Gebäude, Krankenhäuser etc.). In diesen Märkten steckt allerdings noch Wachstumspotential, die Meta Group spricht von 20 bis 30 Prozent jährlich.

Mit dem neuen Standard rückt Interoperabilität zwar ein Stück näher, doch nur für den Transport-Layer. Zudem verlangt 802.11 von einigen Herstellern wie Telxon und Symbol Änderungen, damit ihre Produkte dem Standard entsprechen. Anderen Produzenten (zum Beispiel Proxim oder Lucent) stehen nach Meinung der Meta Group sogar größere Modifikationen ins Haus.

Trotz der Ratifizierung der Norm hat sich Proxim deswegen mit einigen Kunden und Partnern zusammengeschlossen, um einen Alternativstandard zu entwickeln. Die Gruppe firmiert unter dem Namen Wireless LAN Interoperability Forum (WLIF), der Standard heißt Open Air. Diese Spezifikation deckt zwar alle Aspekte drahtloser Datenübertragung ab (Transport, Betriebssysteme, Port-Konfiguration, Zugangspunkt-Roaming etc.), verlangt aber von allen anderen Herstellern größere Anpassungen, so daß ihre Überlebensfähigkeit auch nicht gesichert ist.