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13.07.1990 - 

Neben der Ausweitung des Datex-P-Angebots

Drei neue Sat-Dienste zwischen der Bundesrepublik und der DDR

BONN (CW) - Im Rahmen eines neuen Dienste-Angebots stützen sich die Deutsche Post Telekom und die Deutsche Bundespost Telekom auf die Satellitenkommunikation. Die drei Services mit den Bezeichnungen David, Diva und Dasat sollten einer schnellen wirtschaftlichen Entwicklung in der DDR zugute kommen.

Der David-Service (Direkter Anschluß zur Verteilung von Nachrichten im Datensektor) eignet sich ins besondere für größere Unternehmen, die von einer zentralen Hauptverwaltung mit mehreren Filialen in der DDR kommunizieren wollen. Auf der Basis des David-Servicesbaut der Kunde ein eigenes Übermittlungsnetz auf, das neben einem zentralen Knoten mehrere 100 Teilnehmerstationen umfassen kann. Die Empfangs- und Sendeantennen weisen einen Durchmesser zwischen 1,8 und 2,4 Meter auf. Bei Wunsch nach ausschließlichem Empfang läßt er sich auf 0,75 Meter reduzieren.

Die Zahl der Teilnehmerstationen soll bis 1990 auf zirka 200 anwachsen. Erste Ausstattungen wurden bereits im Mai geliefert und sind in sechs Städten der DDR bereits in Betrieb.

Ein weiterer Satellitendienst für die betriebliche Kommunikation, der Diva-Service (Direkte Verbindungen über Ausnahme-Hauptanschlüsse), bietet die Schaltung fester Leitungsverbindungen zwischen zwei Standorten in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Dieser Dienst ermöglicht somit die Installation von normalen Telefonanschlüssen oder Nebenstellenanlagen bei Partnern in der DDR. Sowohl für Diva als auch für den David-Service werden die Satelliten Eutelsat oder Kopernikus genutzt.

Für eine schnelle Datenübermittlung kommt künftig der Dasat-Service in Betracht. In der Bundesrepublik hat die Deutsche Bundespost Telekom bereits ein eigenes geschlossenes Wählnetz mit 32 Stationen auf gebaut. Dieser Betriebsversuch soll unter Zuhilfenahme von Kopernikus jetzt auch auf das Gebiet der DDR ausgedehnt werden. Da je Anschlußstation zirka 270 Leitungen mit hohen Durchsatzraten schaltbar sind, kann eine Vielzahl von Teilnehmern angeschlossen werden.

Mit Hilfe der Satellitentechnik, so betont die Telekom, lassen sich allerdings lediglich die Entfernungen zwischen Sende- und Empfangsstation überbrücken. Sobald der Kunde über das öffentliche Netz der DDR gehen muß, ist er natürlich mit den existierenden Einschränkungen konfrontiert. Die Satellitentechnik ersetzt auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht den Ausbau des DDR-Telefonnetzes; sie stellt für die normale Kommunikation zwischen zwei Teilnehmern lediglich eine Übergangslösung dar.

Bezüglich der Satellitenkapazität sieht die Deutsche Bundespost Telekom bereits heute keine Probleme. Zusätzlich wird voraussichtlich Ende Juli 1990 Kopernikus 2 in eine Umlaufbahn transportiert.

Außerdem erweitert die Telekom für die geschäftliche Kommunikation den Datex-P-Dienst mit der DDR. Bis Ende des Jahres können an die bereits installierten Knoten bis zu 1100 Teilnehmer aus der ganzen DDR angeschlossen werden. Dort ist eine bedarfsgerechte Erweiterung des Netzes vorgesehen, so daß sich kurzfristig weitere Kunden mit einem Datex-P-Anschluß unterstützen lassen.