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20.09.1991 - 

Nach langem Warten füllt Apple Angebotslacken

Drei Notebook-Macs und zwei High-end-Systeme mit dem 68040

CUPERTINO (CW) - Während sich die deutsche Apple-Niederlassung noch bedeckt hält, was die neuesten Macintosh-Rechner betrifft, findet man in der US-Fachpresse bereits detaillierte Angaben über die neuen Systeme. Drei Mac-Notebooks und zwei Top-end-Macs mit dem Prozessor 68040 sollen Ende Oktober offiziell vorgestellt werden.

Mit großer Spannung erwartet die Gemeinde der Mac-Anwender die drei Notebook-Rechner; handelt es sich dabei doch um Produkte, die im Macintosh-Bereich bislang fehlten. Mit dem Portable-Mac hatte das kalifornische Unternehmen vor zwei Jahren zwar einen Laptop in sein Lieferprogramm aufgenommen, hohes Gewicht, ein hoher Preis und wenig Leistung sorgten aber dafür, daß dieses Gerät nicht zum Renner wurde. Wo in der Welt der DOS-PCs mittlerweile der größte Wachstumsmarkt ist - bei den Notebook-Rechnern -, will Apple jetzt mit drei Modellen verschiedener Leistungsklassen mitmischen. Wie Apple-President Michael Spindler bereits im Juni erklärte, wurden die Mini-Macs in Kooperation mit japanischen Unternehmen entwickelt. Das kleinste Notebook-Modell wird sogar voll und ganz vom Elektronik-Konzern Sony hergestellt.

Bei diesem Einstiegsmodell handelt es sich um einen Aktentaschen-Rechner ohne Floppylaufwerk, dafür mit integrierter 20-MB-Platte; ein externes Floppylaufwerk kann angeschlossen werden. Als CPU dient der klassische Macintosh-Prozessor 68000 von Motorola, der mit 16 Megahertz getaktet wird. Das LCD-Display verfügt über eine Auflösung von 600 x 400 Bildpunkten. Zur Grundausstattung zahlt ein Arbeitsspeicher von zwei MB, der auf vier MB aufgerüstet werden kann. Mit einem Gewicht von zweieinhalb Kilogramm und Abmessungen von 20 x 27 x 3,3 Zentimetern haben Mac-Anwender damit nach langer Wartezeit einen echten Rechner im Notebook-Format für unterwegs.

Top-end-Notebooks mit dem 68030-Prozessor

Für Anwender mit höherem Leistungsbedarf wurden die beiden anderen Systeme konzipiert Hier kommen jeweils Prozessoren vom Typ 68030 zum Einsatz, die mit 16 beziehungsweise 25 Megahertz getaktet wurden. Die Abmessungen beider Modelle betragen 28 x 24 x 5,7 Zentimeter, das Gewicht jeweils rund 3,1 Kilogramm. Diese beiden Notebook-Macs sind mit LCD-Displays mit der "echten" Mac-Auflösung von 640x 400 Bildpunkten ausgestattet; beim Top-Modell handelt es sich um eine besonders kontraststarke Aktiv-Matrix-LCD Neben Festplatten von 20 beziehungsweise 40 MB finden sich in diesen beiden Rechnern auch integrierte Floppy-Laufwerke mit einer Kapazität von 1,44 MB. Der Arbeitsspeicher beider Rechner kann auf bis zu acht MB aufgerüstet werden, die Grundausstattung beträgt jeweils zwei oder vier MB. Zu den Besonderheiten des 25-Megahertz-Modells gehört darüber hinaus noch ein eingebauter Koprozessor vom Typ 68882.

Alle drei Rechner sind mit einem SCSI-Anschluß zur Verbindung mit externen Festplatten oder anderer Peripherie ausgestattet. Als Ersatz für die beim Macintosh obligatorische Maus dient ein Trackball, der in der Mitte unterhalb der Tastatur angeordnet wurde. Beim Betrieb in "stabiler" Umgebung kann auch eine echte Maus angeschlossen werden. Die Stromversorgung soll durch Blei-Akkus gewährleistet werden.

Die Akkus liefern Strom für zwei bis drei Stunden, dann muß der Rechner wieder ans Netz. Ein spezielles in den neuen 1-MB-ROMs integriertes Power-Management soll hier für die optimale Ausnutzung der Akkus sorgen.

Was die drei Apple-Notebooks in Deutschland kosten werden, ist noch nicht bekannt. In den USA soll der Sony-Rechner etwa 2400 Dollar, das Modell mit dem 16-Megahertz 68030 etwa 3100 Dollar und das 25-Megahertz-Modell etwa 5200 Dollar kosten. Diese Preise gelten jeweils für die Grundversionen.

Am anderen Ende des Mac-Produktspektrums fehlt es bislang noch an High-end-Systemen mit dem Top-Prozessor der 68000er Familie. Diese Marktlücke sollen ein rower- und ein Desktop-Modell mit dem 68040 füllen, die ebenfalls am 21. Oktober offiziell vorgestellt werden. Bei dem Tower-Rechner mit der Bezeichnung Mac II EX handelt es sich um ein wuchtiges System, das in erster Linie für den Einsatz als Server konzipiert wurde.

Der Hauptspeicher des 11 EX kann von vier auf 256 MB erweitert werden. In Sachen Festplatten und Peripherie kann er intern auf bis zu vier Einheiten ausgebaut werden. Weitere Erweiterungen können über fünf Nubus-Slots und einen direkten Prozessor-Bus angeschlossen werden. In der Konfiguration mit vier MB RAM und 160-MB-Festplatte soll das System in den USA etwa 9000 Dollar kosten.

68040-Leistung für den Schreibtisch soll eine kleinere Version mit zwei Nubus-Slots bringen. Das Gehäuse entspricht in seinen Abmessungen dem der Rechner Mac IICX und Sl. Es soll auch die Möglichkeit bestehen, diese Rechner mittels einer 68040 Prozessorkarte aufzurüsten .

Zur Grundausstattung gehören vier MB RAM, die bis auf 68 MB erweitert werden können. Mit vier MB RAM und 80-MB-Festplatte soll der Desktop 68040er etwa 6500 Dollar kosten.

Wie aus Apple-nahen Kreisen verlautet, ist die Zeit des Modells SE/30 zu Ende Der SE/30 wird ab Oktober nach einem Facelifting als "SE/30 Classic" im gleichen Design wie der Mac-Classic angeboten. Ein neuer Preis steht noch nicht fest.