Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

04.12.1992 - 

Eagle, Viking und Galil vor der Vollendung

Drei Schlüsselprojekte sollen Sterling neuen Antrieb geben

MÜNCHEN (CW) - Mit Konzepten für das Speicher-Management in verteilten Umgebungen will die Sterling Software Inc., Dallas, im neuen Jahr aufwerten. Unter den Kodenamen "Eagle", "Viking" und "Galil" werden in Kürze Projekte abgeschlossen, die Anwendern die Möglichkeiten eines unternehmensweiten Management heterogener Systemplattformen ermöglichen sollen.

"Die Speicher-Management-Konsole der Zukunft wird auf dem PC zum Einsatz kommen", prognostiziert Jacob Ben-Zvi im Gespräch mit der amerikanischen CW-Schwesterpublikation "Computerworld". "Das System wird das gesamte Netzwerk überwachen und die Aufgabe erhalten, Fehlern durch automatisierte Prozesse vorzubeugen", erläutert Sterlings Forschungschef.

Hinter der Bezeichnung Eagle verberge sich eine Workstation-Konsole, während das im norwegischen Stavanger entstandene Viking für das Speicher-Monitoring in Mainframe-Umgebungen geeignet sein werde. Galil soll dem automatischen Backup von Datenbeständen dienen, die in PC-Netzwerken abgelegt sind.

Das erste Modul dieser in Israel entwickelten Software heißt "IB/Server" und ist für den Einsatz in Novell-Netware-Umgebungen geeignet. Alle drei Konzepte sollen im Verbund auch in Client-Server- und Unix-Umgebungen ein unternehmensweites System-Management ermöglichen. Sterling will mit dieser 220-Millionen-Dollar-Entwicklung die bisherigen Mainframe- und Desktop-orientierten Produktlinien komplett neu gestalten.

Da auch die größeren Mitbewerber Computer Associates (CA), Legent und Candle ihre Produkte für den Einsatz in Client-Server- und Unix-Umgebungen fit machen, prognostizieren Analysten der Sterling Software Inc. schwere Zeiten. "Die Uhr tickt in diesem Produktbereich, und CA hat im Bereich verteiltes System-Management bereits eine Führungsposition inne", meint etwa Fred Joy, Senior-Berater der Meta Group Inc. in Westport, Connecticut, gegenüber der "Computerworld". Alle Anbieter hätten inzwischen realisiert, daß das Wachstum in dieser Branche im Bereich verteilter Systeme stattfinde.

Einen Vorsprung will sich Sterling unter anderem mit der 4GL-Entwicklungsumgebung "ZIM" erarbeiten. Die Software ermöglicht nach Mitteilung der Düsseldorfer Niederlassung Anwendungsentwicklern, die an Client-Rechnern unter MS-DOS oder OS/2 arbeiten, den Zugriff auf OS/2-Datenbanksysteme, auf den SQL-Server von Microsoft sowie auf die DB-Systeme von Oracle und Sybase. Ebenfalls können ZIM-Anwendungen die auf dem PC laufen, über die Sterling-eigene "Answer/SQL"-Prozedur DB2-Daten abrufen beziehungsweise ablegen. Die 4GL wird über die CIS Computer Informations Systeme GmbH, Göttingen, vermerktet.

Neu vorgestellt wurde außerdem Version 4.0 des Datensicherungs-Tools "DMS/IB" für MS-DOS-PCs. Laut Hersteller wird neuerdings der Direct-Memory-Access-Controller (DMA) im PC ausgenutzte wodurch die CPU-Zeiten verkürzt würden und die Datensicherung um bis zu 40 Prozent schneller erfolgen können. Mit der Software werden die Daten der Festplatte zwangsweise bei jedem Systemstart auf Speichermedien nach Wahl des Anwenders gesichert, sofern diese als DOS- oder OS/2-Laufwerke adressiert werden können.