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05.02.1982 - 

Die besten Chancen hat der Organisationsprogrammierer:

Drei Wege zum Software-Entwickler

Sicher gibt es mehr als drei Wege, ein guter Softwerker zu werden. Drei Wege aber, die in Deutschland "gängig" und erprobt sind, zeigt Harry M. Sneed* hier kurz und bündig auf - über Hersteller-Schulen führen sie nicht.

Junge Menschen, die sich für die Datenverarbeitung interessieren, haben heute verschiedene Möglichkeiten, Software-Spezialist zu werden. Der eine Weg führt über das Informatik-Studium an der Hochschule. Wer diesen Weg einschlägt, kann später, nachdem er einige Jahre Erfahrung als Programmierer und Analytiker gewonnen hat, als Software-Ingenieur in einem Betrieb tätig sein. In dieser Funktion wird er für die Methoden und Normen, sowie für die Werkzeuge der Software-Entwicklung in seinem Betrieb verantwortlich sein.

Der zweite Weg führt über die Fachhochschule, wo man die Qualifikation zum Wirtschafts- oder technischen Informatiker, beziehungsweise zum Betriebswirt oder graduierten Ingenieur mit EDV-Kenntnissen erwerben kann. Der Mensch, der diesen Weg verfolgt, kommt nach einigen Jahren als Programmierer auf die Stelle eines betriebswirtschaftlichen beziehungsweise technischen Systemanalytikers. In dieser Position wird er die betriebswirtschaftlichen beziehungsweise technischen Systeme seines Betriebes planen und spezifizieren, das heißt DV-gerechte Fachkonzepte erarbeiten.

Der dritte Weg führt über eine DV-Fachschule, wie zum Beispiel die ADV Akademie in Böblingen, wo man nach sechs bis zwölf Monaten intensiver Schulung Organisationsprogrammierer wird. Der Organisationsprogrammierer beginnt seine Laufbahn mit reinen Programmierarbeiten und übernimmt im Laufe der Jahre immer mehr Entwurfsaufgaben, bis er schließlich in der Lage ist, DV-technische Konzepte selbständig zu entwerfen, zu programmieren und zu testen. Im Grunde genommen ist der Organisationsprogrammierer der eigentliche Software-Entwickler.

Der Beruf des reinen Programmierers wird angesichts der zunehmenden Automatisierung des Entwicklungskonzeptes abnehmen. Dafür werden die anderen drei Fachbilder

- der Software-Ingenieur,

- der betriebswirtschaftliche beziehungsweise

- Software-Entwickler und

- der Organisationsprogrammierer um so mehr gefragt sein.

*Harry M. Sneed ist Geschäftsführer der Software Engineering Service GmbH, SES, Quiddestraße 78, 8000 München 83, Telefon: 089/6 70 72 58.