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19.07.2002 - 

Directories als Bindeglied für Web-Services

Dreierfront gegen den Datenbankansatz von IBM und Microsoft

FRAMINGHAM (IDG) - Mit Sun, Novell und Computer Associates (CA) favorisieren drei Unternehmen Directories, um Register für Web-Services aufzubauen. Ihr Ansatz steht damit im Gegensatz zu den Bemühungen von IBM, Microsoft und HP, UDDI-Register mit Hilfe von relationalen Datenbanken zu verwirklichen.

Web-Services gelten als Zukunftstechnologie in der unternehmensübergreifenden DV, doch kaum ein Hersteller kann einen ausgereiften Ansatz vorweisen. Entsprechend zahlreich sind die ungelösten Detailfragen - etwa wie die Informationen über Web-Services gespeichert werden soll.

Eine Frage, die die Anbieter in zwei Lager spaltet. So bevorzugen etwa IBM, Microsoft und HP relationale Datenbanken, um Informationen in UDDI-Registern (UDDI = Universal Description, Discovery and Integration) zu speichern, während Novell, Sun und CA auf Directory-Technologie setzen. Glaubt man letzteren drei Unternehmen, so hat die Benutzung eines Verzeichnisdienstes gegenüber relationalen Datenbanken entscheidende Vorteile. Ihre Behauptung untermauern die drei Firmen damit, dass etwa Directories bereits über ein integriertes Ressourcen-Management verfügen. Außerdem seien Dienste wie Authentisierung, Zugangskontrolle, Replikation sowie Synchronisation, die für eine globale Verteilung von Informationen via Web-Services wichtig sind, bei den Directories bereits vorhanden.

Ferner betont etwa Winston Bumpus, Director of Standards bei Novell, dass ein Directory schneller sei und besser skaliere als eine relationale Datenbank. Zudem, so führt Don LeClare, Vice President in CAs Office of the CTO aus, "basieren UDDI-Register auf Multilayer-Hierarchien, und genau für diesen Einsatzzweck sind relationale Datenbanken weniger geeignet, denn die Suche in hierarchischen Datensätzen gehört nicht unbedingt zur Stärke dieser Produkte."

Liest man die Aussagen dieser Manager, so scheint im Sinne einer performanten Implementierung kein Weg an den Directories vorbeizuführen. Allerdings hat die Sache einen Haken: die UDDI-Community, die ein Register für die unterschiedlichen Web-Services offeriert, hat die darunter liegende Infrastruktur nicht definiert - ihr ist es schlicht egal, ob die Hersteller eine SQL-Datenbank, eine XML Database oder einen Verzeichnisdienst verwenden.

Angesichts dieser Grauzone scheinen Novell, Sun und CA mit ihrem schnellen Vorstoß in Sachen Verzeichnisdienste Fakten schaffen zu wollen. So hatte Novell bereits im Februar dem Standardisierungsgremium Internet Engineering Task Force (IETF) einen Vorschlag unterbreitet, der auf dem Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) basiert. Mit den "UDDI Services" wollen die Netzwerker dann im Spätsommer bereits ein entsprechendes Produkt auf den Markt bringen. Es soll als eine Art Telefonbuch fungieren, in dem Unternehmen und die von ihnen unterstützen Web-Services aufgeführt sind.

Ebenfalls für den Sommer plant Sun die Fertigstellung seines "UDDI Registry Service". Gegen Ende des Jahres will dann CA auf Basis seines Verzeichnisdienstes "Etrust" eine Plattform für das Management und die Replikation von Web-Services einführen. (hi)