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24.09.1999 - 

Täter betreibt unlauteren Wettbewerb

Dreister Ideenklau: Internet-Anwender kupferte Website von Firma ab

MÜNCHEN (fn) - Einer Form von Diebstahl ganz besonderer Art ist ein Unternehmer aus Petershagen zum Opfer gefallen: Jemand kopierte seine Website und stellte sie unter eigenem Namen ins Internet.

Recht verdutzt schaute Friedrich Fischer, Geschäftsführer der Firma Fischer-CGD aus Petershagen drein, als er plötzlich im Internet eine Website fand, die fast genauso aussah wie die seiner Firma. Seine Site http://www.cyber-cocktails.de, die eine Reihe von Cocktail-Rezepten enthält, hatte ein gewisser Markus Gruber fast komplett auf die URL http:// www.fortunecity.de/anlagen/ strandbad/43/start.html kopiert. Der Gipfel der Dreistigkeit: Gruber änderte sogar die Copyright-Zeile auf seinen Namen ab. Nun versucht Fischer, den Täter zu ermitteln, doch dies dürfte nicht so einfach sein. In der Online-Community Fortunecity kann sich praktisch jeder eine eigene Website einrichten. Ferner stammt die E-Mail-Adresse, die Gruber auf "seiner" Site angibt, vom Diensteanbieter Gmx und ist somit ebenfalls anonym. Deshalb dürfte es dem Geschädigten schwerfallen, seine Ansprüche durchzusetzen.

Auf alle Fälle betreibt Markus Gruber mit dem Nachahmen der Fischer-Site unlauteren Wettbewerb, meint Jürgen Schneider, Rechtsanwalt in der Münchner Anwaltskanzlei Zwipf Rosenhagen Partnerschaft. "Das Internet ist selbstverständlich kein rechtsfreier Raum. Was offline rechtswidrig ist, verstößt auch online gegen das Gesetz." Aus diesem Grund, so Schneider weiter, könne Fischer Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche geltend machen. Den dadurch entstandenen Schaden zu ermitteln ist nach Ansicht des Anwalts jedoch schwer möglich, da sich kaum nachweisen lasse, welcher Internet-Kunde statt zu Fischers Online-Angebot auf die abgekupferte Website gegangen ist.