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16.10.1981 - 

Siemens AG:

Dritte SME-Generation im Anmarsch

16.10.1981

MÜNCHEN (pi) - Den Vorteil des "Heimspiels" nutzt Siemens aus. Die Münchener präsentieren einen beachtlichen Ausschnitt aus ihrem DV-Angebot.

Auf einem Rechner des Systems 7.000 soll das neueste Werkzeug für Software-Entwickler, das Produkt TOM (Toolmanager) vorgeführt werden. Die Version 1 dieses integrierten Toolsystems beschleunige das Programmieren in Cobol. Weitere Programmiersprachen bieten Siemens zufolge die nächsten Versionen. Grundsätzlich sei TOM als sprachneutrales Entwicklungssystem angelegt. Zielgruppe sind alle Anwender des Betriebssystem BS2000, die auf ihrer Anlage oder auf einem eigenen Toolrechner Programme entwickeln und pflegen oder Software umstellen wollen.

Im Gegensatz zum englischen Prestel-System ist beim deutschen Bildschirmtext-(BTX-)System auch der Anschluß externer Rechner und damit der Rechnerverbund möglich. Der Münchener Hersteller zeigt dazu spezielle Softwarepakete zum Anschluß, von Siemens-Rechnern an die öffentlichen Btx-Zentralen. Das ermögliche Btx-Teilnehmern den direkten Zugriff auf die EDV-Leistungen, wie etwa Datenbanken, dieser externen Siemens-Rechner. Daneben gibt es noch Software für den sogenannten "Btx-Inhouse-Betrieb", mit der der Anwender, so Siemens, die Btx-Technik auch für die Datenübertragung innerhalb des eigenen Unternehmens nutzen kann.

Der Elektrogigant demonstriert ferner im praktischen Betrieb den graphischen Arbeitsplatz 9731 mit dem Produkt Cadis für die interaktive Konstruktion von mechanischen Bauteilen. Die CAD-Datenhaltung bildet unter anderem die Grundlage für die NC-Programmiersysteme SIAPT und EXAPT. Die Erstellung des NC-Teileprogramms führt Siemens am interaktiven graphischen Bildschirm unter Verwendung von NC-spezifischen Kennzahlen und der Menü-Technik vor.

Der Bereich Basisinformationssysteme präsentiert auf der SYSTEMS die neuen Bürocomputer 6.660, die aus den Basis-Datensystemen 6.620/6.640 weiterentwickelt wurden.

Auf einem der neuen Systeme 6.660 zeigen die Münchener unter der Bezeichnung "DVS-NW" eine Kundenlösung, bei der die Kommunikation mit Siemens und anderen EDV-Systemen im Datenvermittlungssystem Nordrhein-Westfalen einschließlich verschiedener Anwendungen im Vordergrund steht. Das System 6.660 ist über einen Datex-P-Hauptanschluß mit dem DVS-NW verbunden.

Außerdem können sich die Besucher über die Systemsoftware Amboss 3 und das Softwaremodul Text 6.000 für die Textverarbeitung informieren.

Mit dem Drucker UD 3 mit 18 x 18-Matrix-Druckkopf, dem OCR-Handleser und dem Magnetbandgerät MG 12 wendet sich der Bereich Basisinformationssysteme vorwiegend an OEM- und Großkunden.

Das Siemens Mikrocomputer-Entwicklungssystem (SME) Serie III arbeitet mit zwei Zentralprozessor-Baugruppen für 8 Bit und 16 Bit. Damit ist das SME besonders für den 16-Bit-Mikroprozessor SAB 8086 geeignet, der aufgrund einer Vereinbarung mit Intel (second source) nun auch "made by Siemens" geliefert wird.

Für das modulare Mikrocomputersystem SMP von Siemens gibt es neue Baugruppen in Europaformat (100 x 160 mm), mit denen sich Daten parallel aus- (SMP-E204) oder eingeben (SMP-E213) lassen: Den Datenübergang besorgten hierbei Optokoppler (CNY 17). Die galvanische Trennung vermeidet Störungen durch Ausgleichströme auf den Masseleitungen. Zur Datensicherung weist eine weitere Baugruppe (SMP-E6) neben einem CMOS-RAM (1 KB) eine Power-Fail-Logic auf, die bei Einbruch oder Ausfall der Versorgungsspannung rechtzeitig auf Batteriebetrieb umstellt, damit kein Bit verlorengeht.

Für das modulare Mikrocomputer-Baugruppensystem im Doppeleuropaformat (AMS) stellt Siemens fünf neue Zentralcomputer und zwei Speicher-Baugruppen vor, mit denen das AMS noch mehr Aufgaben übernehmen könne. Zu diesen zählen die Steuerung von Walzstraßen und von Transferstraßen für Automobilmotoren, ferner Maschinen, die Zigaretten verpacken, oder Flaschen abfüllen.