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29.09.1995

Drohender Abstieg in die Regionalklasse

Von Eric Tierling*

Mit franzoesischem Flair empfing die zum dritten Mal in Paris stattfindende Networld+Interop den Besucher. Statt straffer amerikanischer Organisation war suedlaendisches Laisser-faire angesagt. Gross war denn auch die Gefahr, infolge fehlender Beschilderung anstelle des Networking-Events auf einer der anderen zahlreichen Messen anzukommen. Vielleicht haette der eine oder andere Messegaenger auf der im gleichen Gebaeude abgehaltenen Bueromoebelmesse auch mehr Informationen erhalten als auf der Networld+Interop. Wer endlich doch, gruendlich durchsucht nach Bomben, seinen Weg in die Halle gefunden hatte, wurde mit einer Enttaeuschung konfrontiert. Das ehedem "europaeische" Netzwerk- Ereignis entpuppte sich als bessere Regionalmesse fuer franzoesischsprechende Besucher. Entsprechend gering war denn auch das Repertoire an neuen Produkten. Zumal die bereits zwei Wochen spaeter geplante Networld+Interop in Atlanta sowie die Anfang Oktober in Genf stattfindende Telecom ihre Schatten voraus warfen. Viele Hersteller hoben sich denn wie Novell ihre News fuer eines der kommenden Events auf. Zudem duerfte die Ankuendigung des Veranstalters Softbank, im naechsten Jahr in England noch eine dritte Messe in Europa abzuhalten, den Abstieg in die Regionalklasse beschleunigen. Skeptiker vertreten bereits die Ansicht, zusaetzlich zu den zwei "originalen" US-Shows im naechsten Jahr gleich drei europaeische Networld+Interops durchzuziehen, sei des Guten zuviel. Selbst einige grosse Hersteller gaben offen zu, dass sie die Veranstaltungsinflation in Europa weder finanziell noch personell mittragen koennen. Ob Paris diesen Trend mit dem wie immer gut besuchten und hochwertigen Konferenzprogramm abfangen kann, bleibt abzuwarten.

*Eric Tierling ist freier Journalist in Leichlingen.