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12.02.1999 - 

Droht eine Reinraum-Version aus Redmond?

Droht eine Reinraum-Version aus Redmond? Microsoft facht Java-Streit mit Sun erneut an

MÜNCHEN (CW) - Microsoft arbeitet weiter an einer eigenen Java-Geschmacksrichtung. Das Unternehmen hat in der vergangenen Woche bei einem US-Gericht angefragt, ob es Java-Produkte entwickeln dürfe, die nicht den Kompatibilitätsvorgaben von Sun entsprächen.

"Java fällt nicht unter den intellektuellen Besitz von Sun", so Microsofts Anwalt Karl Quakenbush. Das Unternehmen will jetzt per Gerichtsbeschluß klären lassen, ob es eine eigene "Reinraum"- Version von Java entwickeln darf.

Diese soll keinen Quellcode von Sun, aber ähnliche Features wie Java enthalten. Andere Firmen, so Quakenbush, würden auch an individuellen Java-Implementierungen arbeiten, und Microsoft nehme für sich das gleiche Recht in Anspruch. Nach Aussage eines Firmensprechers gebe es diesbezüglich allerdings noch keine konkreten Pläne in Redmond. Man wolle vielmehr wissen, ob generell die Möglichkeit dazu bestünde.

Die Gates-Company wandte sich mit ihrer Anfrage an den Distriktrichter Ronald Whyte, der im November 1998 eine einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen ausgesprochen hatte. Als Folge mußte sich Microsoft verpflichten, innerhalb von 90 Tagen verschiedene eigene Programme an den von Sun vorgesehenen Java-Standard anzupassen. Richter Whyte hatte die einstweilige Verfügung damit begründet, daß Sun auch in einem Gerichtsprozeß gute Erfolgsaussichten hätte.

Einen Urteilsspruch wollte der Richter vergangene Woche nicht fällen. Whyte drängte beide Unternehmen, ihren Disput außergerichtlich beizulegen. Daß Sun und Microsoft nur schwer an einen gemeinsamen Verhandlungstisch zu bewegen sind, stimme ihn traurig.