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17.01.2014 - 

Sicheres Filesharing

Dropbox-Alternativen als Sprungbrett nutzen

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
Online-Speicher liegen weiter im Trend und können Partnern die Tür zu neuen Projekten öffnen. Ein Streifzug durch den Channel-relevanten Markt.
Inzwischen bieten zahlreiche Anbieter Dropbox-Alternativen explizit über den Channel an.
Inzwischen bieten zahlreiche Anbieter Dropbox-Alternativen explizit über den Channel an.
Foto: Julien Eichinger - Fotolia.com

Für Keynote-Sprecher auf IT-Veranstaltungen ist es immer noch die Eisbrecherfrage schlechthin: "Wer von Ihnen nutzt die Dropbox?" Für gewöhnlich schießen dann mehr als die Hälfte der Hände im Saal nach oben. "Und wer von Ihnen hat Ihre IT-Ansprechpartner darüber informiert?" Schweigen. Blicke wandern durchs Plenum, Köpfe im Publikum wenden sich von links nach rechts, Schulterzucken, manchem huscht ein verlegenes Schmunzeln über die Lippen. Ertappt. Spätestens an dieser Stelle kann sich der Referent der Aufmerksamkeit für das Thema Cloud sicher sein.

Kaum ein anderer Cloud-Dienst hat im Unternehmensumfeld derart schnell Fuß gefasst wie die Sharefile- und Online-Speicher-Lösung Dropbox. Der 2007 von den beiden MIT-Studenten Drew Houston und Arash Ferdowsi gegründete Anbieter zählt inzwischen rund 200 Millionen Nutzer, darunter vier Millionen Unternehmensanwender. Diese Zahl könnte noch sprunghaft ansteigen, wenn das Unternehmen demnächst eine Business-Version ihrer Share- und Speicher-Dienste auf den Markt bringen wird.

"Dropbox wird durchaus als Erstes mit Speicherdiensten in Verbindung gebracht, ganz so wie Tempo mit Taschentüchern", bestätigt Sven Stiefvater, der beim Bechtle-IT-Systemhaus in Friedrichshafen für die Hosting-Services verantwortlich ist. Und dabei erregt doch gerade die Dropbox bei vielen IT-Leitern großes Missfallen als sichtbarer Auswuchs der Schatten-IT. Neben Dropbox kommen den Erfahrungen des Bechtle-Managers zufolge vor allem iCloud von Apple, Google Drive und ownCloud zum Einsatz - "mehr oder weniger durch die IT geduldet", wie Stiefvater anmerkt.

Sven Stiefvater, Leiter Hosting Services bei Bechtle-IT-Systemhaus Friedrichshafen: "Kunden orientieren sichbewusst an Lösungen Made in Germany."
Sven Stiefvater, Leiter Hosting Services bei Bechtle-IT-Systemhaus Friedrichshafen: "Kunden orientieren sichbewusst an Lösungen Made in Germany."
Foto: Bechtle

An der Frage, ob und inwiefern die Dropbox für den Datenaustausch in Unternehmen mit Kollegen und Externen geeignet ist, scheiden sich die Geister - insbesondere seit den Schnüffelskandalen der britischen und amerikanischen Geheimdienste. "Unsere Kunden sind durch die aktuelle NSA-Thematik sensibilisiert und orientieren sich deshalb bewusst und spürbar an Lösungen Made in Germany", berichtet Stiefvater. An Dropbox-Projekten sind für gewöhnlich verschiedene Abteilungen beteiligt, am stärksten Vertrieb, Marketing und Projektteams.

Verbieten, absichern oder Alternativen anbieten

Wie sehr der ungesicherte und unkontrollierte Datenaustausch mit Dropbox und Co. den IT-Verantwortlichen auf den Nägeln brennt, war laut Mike Prieskorn, Geschäftsführer des in Deutschland ansässigen Sicherheitsspezialisten CenterTools Software GmbH, auf der diesjährigen Security-Messe it-sa zu beobachten. Das Interesse an Lösungen zur Absicherung sei enorm.

Mike Prieskorn, Geschäftsführer von CenterTools Software: "Mitarbeiter umgehen starre Verbote und Sperren, sobald sich eine Lücke auftut."
Mike Prieskorn, Geschäftsführer von CenterTools Software: "Mitarbeiter umgehen starre Verbote und Sperren, sobald sich eine Lücke auftut."
Foto: CenterTools

Prieskorn zählt nicht zu jenen Vertretern, die den Gebrauch von Dropbox per se verteufeln, im Gegenteil. Er rät deutschen Unternehmen sogar zum Datenaustausch via Dropbox, GoogleDrive und SkyDrive. Die Mitarbeiter nutzten die Dienste ohnehin - ob mit oder ohne Zustimmung der IT, weil sie dies aus dem privaten Bereich gewohnt sind. "Erfahrungsgemäß umgehen Mitarbeiter vorhandene starre Verbote und Sperren, sobald sich eine Lücke auftut. Die Absicht ist dabei nicht etwa, dem Unternehmen zu schaden, sondern vielmehr, praktikable Lösungen zu finden, um die eigenen Aufgaben schnell zu erfüllen", führt der CenterTools-Chef aus.

"Die Sicherheitsprobleme, die mit der Nutzung von Diensten wie Dropbox einhergehen, sind den IT-Verantwortlichen in den Unternehmen sehr präsent", pflichtet ihm Peter Rüsing, Leiter Marketing beim Bochumer Value Added Distributor ADN, bei. Entsprechend groß ist das Interesse an Enterprise-Lösungen, die Compliance-konforme und rechtssichere Datenmobilität und Datenaustausch ermöglichen.

Ein reines Verbot der Dienste ist sicherlich kein Ausweg aus dem Dilemma. Eine Möglichkeit wäre, die Public-Dienste abzusichern. Eine andere Option bieten die zahlreichen alternativen Angebote, die Nutzern eine Dropbox-ähnliche, komfortable, aber sicherere Lösung bieten. Und auch der Einsatz von VDI-Lösungen eröffnet neue Nutzungsmodelle.

CenterTools-Chef Prieskorn plädiert für den Einsatz von Verschlüsselungstechnologien, die die Dokumente auf dem Computer des Anwenders verschlüsseln. "Denn nur so sind Daten und Dokumente wirkungsvoll geschützt", stellt er klar und empfiehlt dafür, wie kaum anders zu erwarten, die hauseigene Lösung DriveLock Fileprotection. Mit ihr lassen sich Dateien verschlüsseln, ehe sie in die Cloud gestellt werden.

Schutz vor Wirtschaftsspionage und anderen Arten des Angriffs verspricht der Hersteller mit DriveLock, einer Preboot-Authentifizierung, bei der sich der Nutzer zunächst anmeldet und dann erst den Schlüssel in den Speicher lädt. Auf diese Weise kann der Schlüssel nicht von Dritten ausspioniert werden.

Was beim Einsatz einer Cloud-basierten Share-File-Lösung zu beachten ist:
www.channelpartner.de/2614399,
Tipps zur Auswahl des passenden Anbieters:
www.channelpartner.de/2620822 und www.channelpartner.de/2620918

Peter Rüsing, Leiter Marketing beim ADN: "Sicherheitsprobleme, die mit der Nutzung von Diensten wie Dropbox einhergehen, sind den IT-Verantwortlichen sehr präsent."
Peter Rüsing, Leiter Marketing beim ADN: "Sicherheitsprobleme, die mit der Nutzung von Diensten wie Dropbox einhergehen, sind den IT-Verantwortlichen sehr präsent."
Foto: ADN

Obwohl sich Unternehmen der Risiken der Consumer-orientierten Dropbox-Lösungen offenbar bewusst sind, werden konkrete Projekte dennoch nur zögerlich umgesetzt, so die Erfahrungen bei Value Added Distributor ADN. Ursache dafür ist zum einen das mittlerweile sehr unübersichtliche Angebot an Alternativen. Zum anderen werde das Thema Datasharing vermehrt als Teil einer umfassenden Enterprise-Mobility-Strategie betrachtet: "Daten komfortabel und sicher auf einer Vielzahl von Endgeräten zur Verfügung stellen zu können ist dabei nur ein Aspekt", führt ADN-Manager Rüsing aus. "Die Sicherheit dieser Endgeräte und die Bereitstellung der Anwendungen, die nötig sind, um diese Daten auch bearbeiten zu können, sind Anforderungen, die früher oder später ebenfalls zu lösen sind." Dabei bestehe die Gefahr, durch Insellösungen unnötig komplexe und schwer zu verwaltende Strukturen zu schaffen.

Ein Blick auf die alternativen Lösungen, an denen vor allem Vertriebspartner auch verdienen können, lohnt sich also.

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Inhalt dieses Artikels

 

Michael Schade

Da muss sich Dropbox wohl darauf einstellen, von anderen Anbietern verdrängt zu werden. Viele neue Anbieter bei der Sparte Mobile Device Management sind mittlerweile besser. Mir gefällt die Benutzerfreundlichkeit und Einfachheit bei https://www.apptec360.com/de/l... zum Beispiel sehr gut.

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